Bürgerverein Dinkelaue bietet Eigeninitiative an
Neuer Anlauf zur Rettung der Platanen vor dem Glashaus

Gronau -

In seinem Bestreben, die 26 Platanen vor dem Glashaus der „Chance“ zu retten, lässt der Bürgerverein Dinkelaue nicht locker. Zwar hat der Ausschuss für Planen, Bauen und Denkmalschutz in seiner Sitzung am 5. Dezember entschieden, dass die Platanen nicht auf Kosten der Stadt umgesetzt werden sollen. Zu teuer und zu groß das Risiko, dass die Bäume nach einer Umpflanzung nicht wieder anwachsen.

Samstag, 16.12.2017, 10:12 Uhr

Die Schirmpantagen im Winter. Ohne Laub erkennt man besonders gut die beschnittenen Baumkronen.
Die Schirmpantagen im Winter. Ohne Laub erkennt man besonders gut die beschnittenen Baumkronen. Foto: Anke Engels

Die Verwaltung sagte aber zu, den Grünbestand, der für ein Bauprojekt an der Lennéstraße weichen muss, kostengünstig an Bürger abzugeben. Hier setzt nun ein neuer Vorschlag des Bürgervereins Dinkelaue an. In einem Brief an die Bürgermeisterin, den Stadtbaurat sowie die Fraktionsvorsitzenden der Ratsparteien schreibt Anke Engels, Vorsitzende des Bürgervereins: „Der Bürgerverein bemüht sich schon seit zwei Jahren um den Erhalt der vorbildlich gewachsenen etwa 18-jährigen Bäume. Es handelt sich um Schirm- oder Dachplatanen, von denen Experten sagen, dass sie aufgrund ihres beständigen Kronenrückschnitts ein Wurzelwerk bilden, das auch nach Umpflanzung leichter mit der Nährstoffaufnahme fertig wird als Großplatanen.

In seiner Sitzung vom 12. Dezember hat der Gesamtvorstand des Bürgervereins einstimmig beschlossen, zusammen mit dem ausgewiesenen Fachmann für Baumverpflanzungen, Herrn Martin Henkhaus , und natürlich auch im guten Einvernehmen mit der Stadt die Platanen zu verpflanzen – vorzugsweise an dem projektierten Bouleplatz auf dem Laga-Gelände. (...) Wir erwarten eine Beteiligung der Stadt von ca. 25 000 Euro. Weitere Kosten werden wir durch das Einwerben von Spenden begleichen.“

Der Bürgerverein hofft darauf, dass er mit diesem Vorschlag das Argument der zu hohen Kosten für eine Umpflanzung der Bäume – das durchaus nachvollziehbar sei – entkräften kann. Die Umpflanzung hatte die Verwaltung mit 49 000 Euro veranschlagt. Mit dem erneuten Vorstoß möchte der Bürgerverein Diskussionsbedarf zum Thema im Stadtrat auslösen.

Weiter heißt es im Schreiben: „Wir vertrauen darauf, dass die Platanen nicht vorzeitig abgeholzt werden. Die Firma Henkhaus würde die Platanen in der letzten Märzwoche 2018 umpflanzen, sodass das Grundstück am Glashaus rechtzeitig freigemacht wäre. Die Firma Henkhaus wäre auch bereit, zwei der 26 Platanen auf eigenem Grundstück ‚aufzubewahren‘, um im Falle eines Nichtanwachsens eines Baums sofort Ersatz einpflanzen zu können.“ Damit möchte der Verein ein weiteres im Bauausschuss genanntes Argument entkräften, dass die Platanen nämlich nur als Ensemble ihre gewünschte optische Wirkung entfalten.

Abschließend schreibt Engels: „Eine Umrahmung der projektierten Boulebahn mit 24 Schirmplatanen würde den Spielort auf dem Laga- Gelände zu einem Juwel machen.“

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