Niederländisch-Austausch des Werner-von-Siemens-Gymnasiums
Von Eierseglern und Fairplay

Gronau/Goor -

Vorsicht war geboten, als am Dienstagnachmittag die Teilnehmer der Differenzierungskurse neun Niederländisch die Ergebnisse ihrer Kooperationsaufgabe präsentierten: Schließlich mussten die sorgsam designten Nikolaus­eier, ausgestattet mit einem selbst konstruierten Fallschirm, den Fall aus dem ersten Stock des Gymnasiums unbeschadet überstehen. Nur, wessen Kreation sicher vor dem Haupteingang landete, dem winkte eine Medaille.

Freitag, 22.12.2017, 06:12 Uhr

Schüler präparieren ein „Nikolaus-Ei“ so, dass es möglichst unbeschadet den Fall aus einem Fenster im ersten Stock des Gymnasiums übersteht. Die „Eiersegler“ waren eine von mehreren Kooperationsaufgaben für die Schüler.
Schüler präparieren ein „Nikolaus-Ei“ so, dass es möglichst unbeschadet den Fall aus einem Fenster im ersten Stock des Gymnasiums übersteht. Die „Eiersegler“ waren eine von mehreren Kooperationsaufgaben für die Schüler. Foto: Gymnasium Gronau

„Wir hätten nicht erwartet, dass so viele der Nikoläuse den Fall überleben. Die Schüler hatten nur wenige Utensilien zur Verfügung. In den meisten Fällen ist die gemeinsam entwickelte Problemlösungsstrategie aufgegangen, selbst, wenn der Luftballon als Zipfelmütze genutzt wurde“, freut sich Sylvia Kort , die den Austausch mit ihren Kollegen der Fachschaft Niederländisch des Gymnasiums organisierte und die Fallschirme unter den gespannten Augen der Schülerschaft aus dem Fenster auf den Schulhof segeln ließ. Neben der sicheren Landung wurde auch das individuellste Nikolausdesign der Eier unter Zuhilfenahme von Kulleraugen, Glanzpapier und Watte prämiert.

Der Eiersegler war allerdings nur eine der Disziplinen, die sich die Lehrer des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in diesem Jahr für ihre Kurse und deren Austauschpartner ausgedacht hatten. Parallel dazu wurde auch die Teamfähigkeit der Teilnehmer in der Sporthalle auf die Probe gestellt. Hier zeigte sich einmal mehr, dass das gemeinsame Sporttreiben im Miteinander, aber auch im Gegeneinander nicht nur viel Freude bereitet, sondern auch zum gegenseitigen Verständnis und Respekt beiträgt.

Insbesondere der Fairplay-Gedanke wurde dabei wie selbstverständlich und grenzüberschreitend erfahrbar gemacht. Darüber hinaus zeigten einige Schüler eine hohe Treffsicherheit bei feinstem Ballgefühl, heißt es in einer Mitteilung aus dem Gymnasium. „Mich hat vor allem die tolle, irgendwie weihnachtliche Atmosphäre innerhalb der Schülerschaft gefreut“, so Sportlehrer und Weihnachtsfan Stephan Könnecke. Vorab war von den Schülern der Wunsch geäußert worden, viel Zeit im Gespräch mit den Austauschpartnern verbringen zu können, die man bisher nur über eine E-Mail-Brieffreundschaft kannte.

Morgens hatten die niederländischen Schüler erst für 90 Minuten am deutschen Regelunterricht teilgenommen und festgestellt, dass der Unterricht am Werner-von-Siemens-Gymnasium sich doch sehr von den Unterrichtsstunden in ihren I-Pad-Klassen unterscheidet. „Bei euch ist es so ruhig, wenn der Lehrer mit dem Unterricht beginnt. Wie macht ihr das?“, fragte ein niederländischer Schüler im Englischunterricht der Klasse neun. Im Geschichts-, Kunst- oder Französischunterricht sprach man neben Fachlichem auch über die Unterschiede zwischen beiden Schulsystemen und stellte gleichzeitig eine Menge gemeinsamer Interessen fest.

„Die erste Runde, der Besuch in Gronau, ist wunderbar verlaufen. Die Schüler haben sich gut mit ihren Partnern verstanden und hoffentlich nehmen unsere niederländischen Gäste eine Menge positiver Eindrücke mit nach Hause“, freut sich der Niederländischlehrer Fabian Busch. „Prettige kerstdagen en tot in het voorjaar. Wir sehen uns im Frühsommer zum Gegenbesuch in Goor!“

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