Aktion „Hallo, kleiner Mensch“
Da kommt was in die Tüte

Gronau -

Vor vier Jahren wurde in Gronau die Aktion „Hallo, kleiner Mensch“ ins Leben gerufen. Jetzt trafen sich Beteiligte im Antonius-Hospital zum Aufbruch ins neue Aktionsjahr.

Freitag, 05.01.2018, 08:01 Uhr

Freuen sich auf ein erfolgreiches Aktionsjahr (v.l.): Schwester Claudia Andres, Ruth Hendriks, Oberärztin Senait Berhane, Chefarzt Dr. Wilhelm Steinmann, Adelheid Schlardant und Ulrike Terhaar.
Freuen sich auf ein erfolgreiches Aktionsjahr (v.l.): Schwester Claudia Andres, Ruth Hendriks, Oberärztin Senait Berhane, Chefarzt Dr. Wilhelm Steinmann, Adelheid Schlardant und Ulrike Terhaar. Foto: Guido Kratzke

„Es ist einfach schön, von den Müttern angestrahlt zu werden.“ Adelheid Schlardant kommt richtig ins Schwärmen, wenn sie von ihren Besuchen auf der Geburtsstation im St.-Antonius-Hospital berichtet. „Wir sind gern gesehener Besuch.“

Schlardant ist eine von sechs ehrenamtlichen Mitstreiterinnen der Aktion „Hallo, kleiner Mensch“, die vor rund vier Jahren in Gronau ins Leben gerufen wurde. Die Frauen kommen nämlich nicht mehr leeren Händen als Besucherinnen. Sie bringen den Müttern einen Textilbeutel mit, in dem die Eltern zahlreiche Informationen vorfinden – und sogar kleine Geschenke.

„Das geht nur, weil wir von Sponsoren unterstützt werden“, erklärt Ultrike Terhaar vom SkF Ahaus-Vreden, der gemeinsam mit dem Krankenhaus und der Stadt Gronau die Aktion trägt.

„Wichtig ist, dass die Eltern auch Ansprechpartner außerhalb des Krankenhauses genannt bekommen“, erläutert der Chefarzt der Klinik für Geburtshilfe, Dr. Wilhelm Steinmann. „Wir haben die Kooperation mit unserer Oberärztin Berhane als Ansprechpartnerin betont hoch angesiedelt.“ Zudem betont er die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt als Kooperationspartner.

„Wir erreichen eigentlich fast jede Mutter“, verweist Ulrike Terhaar auf die Besuchstermine an zwei Tagen in der Woche. „Es ist auch schon vorgekommen, dass Mütter sich bei uns gemeldet haben, weil wir sie im Krankenhaus nicht angetroffen haben und diese gerne auf unser Info-Material zurückgreifen wollten.“ Der Kindergeldantrag befindet sich ebenso in der Stofftasche, die die Stadtwerke Gronau zur Verfügung stellt, wie beispielsweise eine Liste mit Adressen von Kinderärzten oder auch eine Checkliste, die als Orientierungshilfe dient.

Dass sich ebenfalls kleine Geschenke in der Tasche befinden, hat auch schon Tradition. Zu Anfang wurde ein Rauchmelder beigelegt. „Doch dazu gibt es ja mittlerweile rechtliche Regelungen“, verweist Terhaar darauf, dass inzwischen Vermieter zur Anbringung in Wohnungen verpflichtet sind. „Statt dessen gibt es heute einen Schutz für die Steckdosen, den uns der DM-Markt sponsert.“ Der werde zwar nicht sofort benötigt, schütze die Kinder aber später, wenn das Entdeckerstadium erreicht wird. „Dazu gibt es kleine Söckchen, die von der Kongo-Hilfe in Epe gestrickt und von der Stadt Gronau gesponsert werden“, freut sich Terhaar über den doppelten guten Zweck, der so erfüllt wird.

Angesichts des Geburten-Booms, den das Gronauer Hospital im vergangenen Jahr zu verzeichnen hatte, gab es eine ganze Menge Arbeit für die ehrenamtlichen Besucherinnen. „719 Geburten waren es im vergangenen Jahr“, blickte Berhane zurück“, und 720 Kinder.“ Einmal waren es nämlich Zwillinge, die in Gronau das Licht der Welt erblickten.

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