Auch Groko war Thema
NRW-Generalsekretär Josef Hovenjürgen als Gastredner beim Neujahrsempfang der CDU

Gronau -

„Der Mann weiß, wovon er redet. Er steht mitten im Leben“, zollte ein CDU-Mitglied der Rede des NRW-Generalsekretärs anerkennendes Lob. Der kam am Sonntag zum Neujahrsempfang der CDU Gronau.

Montag, 19.02.2018, 06:02 Uhr

Ehrungen: (v. l.) Rainer Doetkotte und Markus Schulte ehrten Bernhard Grote (50 Jahre), Heinz-Gerd Achteresch (40 Jahre), Josef Niehoff (40 Jahre) und Sigrid Kendzierski (25 Jahre). Zu den Jubiläen gratulierten auch Josef Hovenjürgen und Christian Post. Als Jubilare nicht anwesend waren Uwe Wyckelsma (40 Jahre), Renate Dahlhues (25 Jahre) und Werner Tillmann (25 Jahre).
Ehrungen: (v. l.) Rainer Doetkotte und Markus Schulte ehrten Bernhard Grote (50 Jahre), Heinz-Gerd Achteresch (40 Jahre), Josef Niehoff (40 Jahre) und Sigrid Kendzierski (25 Jahre). Zu den Jubiläen gratulierten auch Josef Hovenjürgen und Christian Post. Als Jubilare nicht anwesend waren Uwe Wyckelsma (40 Jahre), Renate Dahlhues (25 Jahre) und Werner Tillmann (25 Jahre). Foto: Menzel

Stilistisch pointiert brachte Josef Hovenjürgen seinen Rückblick auf das Wahljahr 2017 wie auch auf die Arbeit der neuen CDU-Landesregierung unter Ministerpräsident Armin Laschet und nicht zuletzt auf die Groko-Verhandlungen in Berlin aufs Parkett: ironisch, oft mit Seitenhieben versehen – aber auch gekennzeichnet von großem persönlichen wie politischem Engagement. „Für die SPD ist die 100 eine gefährliche Zahl“, konnte sich der Halterner einen Blick auf die Genossen nicht verkneifen: „Hannelore Kraft war mit 100 Prozent gewählt worden – und ist weg. Martin Schulz bekam 100 Prozent – und ist weg. Andrea Nahles wurde mit 100 Prozent nominiert – an ihrer Stelle würde ich nicht mehr ruhig schlafen.“ Das Schauspiel der letzten Monate in Berlin „erinnert mich an Dallas und die Ewings“, meinte Hovenjürgen.

Nach diesen kurzen, unterhaltsamen Einlagen, wurde der Politiker dann aber ernst und appellierte „an einen gemeinsamen Einsatz für die Demokratie, die uns den Frieden gesichert hat.“ Die Muss-Ehe mit der SPD auf Bundesebene sichere trotz aller Kritikpunkte „ausreichend Gestaltungsspielraum für kommunalpolitisches Engagement.“ In NRW sei die neue Landesregierung direkt an die Arbeit gegangen, habe sich dem Wählerauftrag entsprechend den wesentlichen Themen gewidmet. „Zuvor war das Land in vielen Dingen fast wie gelähmt. Armin Laschet reist jetzt in die Regionen und tritt dort mit den Menschen in den Dialog. Stärken erkennen und ausbauen, Schwächen benennen und versuchen, sie zu beseitigen und Verbesserungen schaffen, das ist Maß und Mitte“, betonte Hovenjürgen. Dass zwischendurch seine Stimme erkältungsbedingt manchmal leicht versagte, kommentierte der Politiker mit Humor: „Zur Not setze ich meine Zweitstimme ein.“

Innere Sicherheit, die Unterstützung und der Ausbau der Polizeikräfte, die Schulpolitik, die Arbeitsmarktsituation („Die Menschwerdung beginnt nicht mit dem Abitur, auch handwerkliche Berufe haben eine hervorragende Perspektive.“), das Naturschutzgesetz, die Verkehrspolitik in NRW oder die Entwicklung im ländlichen Raum – klar und deutlich vertrat Josef Hovenjürgen hier die Meinung der CDU und bekräftigte, „dass die Landesregierung auch aus den Fehlern der vergangenen eigenen Regierungszeiten gelernt hat. Wir wollen Zukunft gestalten. Gemeinsam und im Dialog mit den Menschen. Denjenigen, die machen wollen, wollen wir beim Machen helfen und sie nicht am Machen hindern, indem wir sie mit einem Wust von Vorschriften überziehen.“

Sehr persönlich gehalten hatte zuvor der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Gronau und stellvertretende Bürgermeister, Rainer Doetkotte (Foto rechts), seine Grußworte an die Parteimitglieder aus Gronau und Epe. Nicht als Amtsinhaber, „sondern als Bürger der Stadt Gronau“, spreche er an dieser Stelle.

Dabei warf Doetkotte die verschiedenen Hüte in den Ring, die verdeutlichen sollten, dass er als Person auf verschiedenen Ebenen agiert. Im zivilen Beruf bei einer Krankenversicherung. Die bestehenden Herausforderungen in der örtlichen Gesundheitsversorgung – Stichwort Hausärztemangel – kenne er daher auch aus verschiedenen Perspektiven: „Meines Erachtens ist das Thema örtliche Gesundheitsversorgung Chefsache. Was wir heute positiv verändern, wird auch unseren Kindern zugute kommen.“ Den Schützenhut, den als Ratsmitglied sowie auch die Narrenkappe sind weitere Kopfbedeckungen, die ihn durchs Leben begleiten. Zudem ging Doetkotte noch auf eine ganz aktuelle Entwicklung ein: „Wir warten mit Spannung auf die Entscheidung über die Standortvergabe für die Zentrale Ausländerbehörde im Regierungsbezirk Münster. Denn in den nächsten Tagen steht fest, wo ab Juni 2018 diese Behörde arbeitet.“

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