Studie für Parkhaus wird heute den Fachausschüssen vorgestellt
360 Einstellplätze sind machbar

Gronau -

Das geplante Parkhaus auf dem Alten Schlossplatz beschäftigt am heutigen Dienstag gleich zwei politische Gremien der Stadt: Das Osnabrücker Ingenieurbüro PBH und die Verwaltung werden dem Bauausschuss und dem Verkehrsausschuss die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie für ein solches Parkhaus in unmittelbarer Nachbarschaft der geplanten Innenstadterneuerung vorstellen.

Dienstag, 13.03.2018, 07:03 Uhr

Blick von der Hermann-Ehlers-Straße auf den Alten Schlossplatz. Hier soll in Zusammenhang mit der Innenstadterneuerung ein Parkhaus für rund 360 Fahrzeuge entstehen.
Blick von der Hermann-Ehlers-Straße auf den Alten Schlossplatz. Hier soll in Zusammenhang mit der Innenstadterneuerung ein Parkhaus für rund 360 Fahrzeuge entstehen. Foto: Klaus Wiedau

Die Fakten im Überblick: Realisierbar sind nach Berechnungen der Experten 360 Einstellplätze. Verteilt werden sollen die auf sechs oberirdische und vier unterirdische Halbebenen. Nach außen wird das Parkhaus für Betrachter als dreigeschossiges Bauwerk (maximale Höhe über Straßenniveau: 10,50 Meter) wahrnehmbar sein. Die Anbindung an die Hermann-Ehlers-Straße soll nahezu höhengleich erfolgen. Auf eine südliche Umfahrung des Parkhauses soll verzichtet werden. Und: Eine Einfahrt ins Parkhaus gegenüber dem Terrassenhaus halten die Fachleute für „immissionsschutzrechtlich machbar“, wie es in der Studie formuliert wird.

Die Gesamtkosten für das Projekt werden in einer ersten Annahme mit rund 9,5 Millionen Euro angegeben. Für die Freimachung des Baufeldes und die Anbindung an die Ehlers-Straße werden 380 000 Euro veranschlagt. Mit rund 1,3 Millionen Euro schlägt die Entsorgung von kontaminiertem Untergrund zu Buche. Für die Erstellung von 215 Parkplätzen oberirdisch entstehen nach erster Schätzung Kosten in Höhe von 3,2 Millionen Euro. Weitere 3,6 Millionen Euro entfallen nach Berechnungen der Fachleute auf die 145 Einstellplätze, die in den vier unterirdischen Halbebenen entstehen sollen. Mit weiteren 880 000 Euro werden die Kosten für Überdachung und Fassade (Schallschutz) angegeben.

Mit den berechneten 360 Stellplätzen wird der von der Stadt vorgegebene Zielwert (400 Einstellplätze) nahezu erreicht. Durch die unterirdischen Ebenen werden nach Meinung der Ingenieure ein „konzentriertes Stellplatzangebot und eine nachbarverträgliche Höhenentwicklung“ erreicht.

Die Studie soll nach Angaben der Verwaltung als konzeptionelle Grundlage für die Aufstellung eines Bebauungsplanes dienen. Darüber sollen die Ausschüsse in der Sitzung entscheiden. Aber: Es gehe dabei noch nicht um einen Baubeschluss; vielmehr solle zunächst der Rahmen für die verbindliche Bauleitplanung festgelegt werden. Inwieweit dieser Rahmen dann mit der Errichtung des Parkhauses ausgeschöpft wird, „ist zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden“, so die Verwaltung in einem Beratungspapier für die Ausschüsse.

Die Sitzung der beiden Ausschüsse beginnt am heutigen Dienstag um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Der Tagesordnungspunkt wird öffentlich behandelt, Zuhörer sind dazu willkommen. Fachleute des Büros PBH werden Details der Machbarkeitsstudie vorstellen und Fragen aus den Reihen der Politik beantworten.

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