Statistische Daten
2348 Euro Schulden pro Kopf

Gronau -

Müssten die Bürger für die Schulden der Stadt Gronau aufkommen, hätten sie Ende 2016 jeweils 2348 Euro aufbringen müssen. So hoch war zu dem Zeitpunkt die Pro-Kopf-Verschuldung des öffentlichen Gesamthaushalts der Stadt. Diese Zahl hat jetzt der statistische Landesbetrieb IT.NRW bekanntgegeben. Demnach betrugen die städtischen Schulden zum 31. Dezember 2016 insgesamt fast 110,4 Millionen Euro.

Mittwoch, 14.03.2018, 07:03 Uhr

 
  Foto: imago/imagebroker/Grafik: chr

Der Rat wird heute Abend den Haushalt für das Jahr 2018 verabschieden. Insofern sind Zahlen zum Schuldenstand von Ende 2016 eigentlich Makulatur. Immerhin ermöglichen sie einen Vergleich mit anderen Kommunen.

Mit der Pro-Kopf-Verschuldung von 2348 Euro lag Gronau kreisweit auf Rang drei – höher lag der Wert in Gescher und Rhede. Lange Jahre hatte Gronau die rote Schuldenlaterne im Kreis gehabt.

Wie aus der Statistik hervorgeht, gibt es in NRW Kommunen, in denen die Pro-Kopf-Verschuldung sogar fünfstellig ist, zum Beispiel in Mülheim an der Ruhr. Dort stand Ende 2016 jeder Bürger – rein statistisch – mit 11 034 Euro in der Kreide. Regelrechte Musterknaben waren dagegen Raesfeld und Velen mit 28 bzw. 29 Euro Pro-Kopf-Verschuldung.

Die 110,4 Millionen Euro städtischer Gesamtschulden splitten sich auf in den Kernhaushalt (74,9 Millionen Euro einschließlich anteiliger Schulden der Extrahaushalte) sowie gut 35,4 Millionen Euro an anteiligen Schulden sonstiger öffentlicher Fonds, Einrichtungen und Unternehmen. Dazu zählen kommunale Beteiligungsgesellschaften.

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