Werner-von-Siemens-Gymnasium zu Besuch in Berlin
Zur Kanzlerwahl im Bundestag

Gronau/Berlin -

Einen besonderen Termin hatten sich die Schülerinnen und Schüler des Gronauer Werner-von-Siemens-Gymnasiums ausgesucht, die auf Einladung der Horstmarer SPD-Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer den Deutschen Bundestag besuchten: den Tag, an dem Angela Merkel erneut zur Bundeskanzlerin gewählt wurde. Entsprechend betriebsam ging es im Paul-Löbe-Haus zu, wo Arndt-Brauer die Neuntklässler zu einem Gespräch begrüßte, das schnell lebhaft wurde. Denn die Schülerinnen und Schüler, die sich eigens für ihren Berlinbesuch Motto-Pullover hatten drucken lassen, hatten eine Menge Fragen zur aktuellen Politik.

Dienstag, 20.03.2018, 05:03 Uhr

Die Gronauer Gruppe mit der Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer in Berlin.
Die Gronauer Gruppe mit der Bundestagsabgeordneten Ingrid Arndt-Brauer in Berlin. Foto: privat

Wem eigentlich die Schule gehöre, die die Schüler jeden Tag besuchen, war etwa ein Thema. Daran könne man gut sehen, wer in Deutschland für was zuständig ist, meint Arndt-Brauer. Denn während die Schule selbst der Kommune gehöre, werden die Lehrer von den Bundesländern bezahlt – und auch der Bund wird sich zukünftig stärker an der Finanzierung beteiligen, indem er beispielsweise in Ganztagsschulen oder in die Gebäudesanierung investiert. „Das wir das Kooperationsverbot abschaffen und stärker in Schulen investieren, hat übrigens die SPD in den Koalitionsverhandlungen durchgesetzt“, so Arndt-Brauer.

Die Kanzlerinnenwahl blieb auch weiterhin Thema für die Schulklasse: Ob Arndt-Brauer für eine große Koalition gewesen sei, wollte ein Schüler wissen, und ob es nicht auch mit einer Minderheitsregierung funktioniert hätte. „Ich habe für die große Koalition gestimmt, damit wir weiterhin eine soziale Politik gestalten können und darauf auch Einfluss haben. Das hätten wir in einer Minderheitsregierung nicht gekonnt“, machte Arndt-Brauer deutlich. „Kontroverse Diskussionen wird es auch in der großen Koalition geben“, so die SPD-Abgeordnete weiter. Denn es werde genug große Themen geben, die besprochen werden müssen. Einen Vorgeschmack dafür lieferten die Schülerinnen und Schüler selbst, als sie lebhaft darüber diskutierten, wie man beispielsweise mit drohenden Dieselfahrverboten umgehen könnte.

Die Finanzpolitikerin erklärte, dass sie sich in Berlin besonders mit finanzpolitischen Fragen auseinandersetzt, etwa mit der Mehrwertsteuer. Warum Arndt-Brauer denn in die SPD gegangen sei, wollte eine Schülerin wissen. Die konservative Politik des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl habe sie in den 80er-Jahren zur SPD gebracht, erklärte Arndt-Brauer. „Ich wollte mich für eine gute Sozialpolitik engagieren. Das konnte die SPD damals am besten, und sie kann es noch heute.“, beschloss Arndt-Brauer die Diskussion und verabschiedete .

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