Vertreterversammlung der Volksbank Gronau-Ahaus
Stolz auf das Erreichte

Gronau -

Man könnte die Lage der Volksbank Gronau-Ahaus als „vor Kraft strotzend“ bezeichnen: Die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahrs sind mehr als zufriedenstellend.

Donnerstag, 17.05.2018, 07:05 Uhr

Aus allen Orten des Geschäftsgebiets der Volksbank Gronau-Ahaus waren die Vertreter nach Gronau in die Bürgerhalle gekommen. Aufsichtsratsvorsitzender Felizita Söbbeke (l.) leitete die Versammlung.
Aus allen Orten des Geschäftsgebiets der Volksbank Gronau-Ahaus waren die Vertreter nach Gronau in die Bürgerhalle gekommen. Aufsichtsratsvorsitzender Felizita Söbbeke (l.) leitete die Versammlung. Foto: Martin Borck

Man könnte die Lage der Volksbank Gronau-Ahaus als „vor Kraft strotzend“ bezeichnen: Die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahrs sind mehr als zufriedenstellend. Die Steigerungsraten des Vorjahrs wurden übertroffen. Die hiesige Volksbank gehört zu den 60 größten der 920 Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland. Vorstandsvorsitzender Frank Overkamp zeigte sich bei der Vertreterversammlung am Dienstagabend in der Bürgerhalle Gronau denn auch „stolz auf das Erreichte“. Dennoch: Die Entwicklung stellt für die Bank keinen Anlass dar, die Bodenhaftung zu verlieren.

Zumal der Fall in Nienborg, bei dem ein Kunde offenbar Opfer eines betrügerischen Bankmitarbeiters geworden ist, einen Wermutstropfen darstellt. „Wir werden Lehren daraus ziehen und unsere Kontrollen auf den Prüfstand stellen“, sagte Overkamp. „Aber dabei werden wir Augenmaß bewahren und unsere Mitarbeiter nicht unter Generalverdacht stellen.“ Gegen den finanziellen Schaden sei die Bank abgesichert; und auch das Vertrauen der Kunden in die Bank sei durch den Vorfall offenbar nicht erschüttert worden.

Der Geschäftsverlauf im Jahr 2017 war (wie bereits berichtet) außergewöhnlich positiv: Im Kreditgeschäft erreichte die Volksbank mit einer Steigerungsrate von 20,9 Prozent das höchste Bestandswachstum seit vielen Jahren. Baufinanzierungen, Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen im gewerblichen Bereich und im Bereich der erneuerbaren Energien, Windkraftanlagen waren die treibenden Motoren. Im Wohnungsbaubereich bietet die Bank den Kunden Zinssicherheit bis zu 30 Jahren.

Das Einlagengeschäft nahm um 10,3 Prozent zu. Im Dienstleistungsgeschäft wurden die Erwartungen übertroffen. Die Zahl der Mitglieder stieg um 409 auf 30 925.

Bei den im Schnitt 331 Mitarbeitern befand sich jeder zehnte in der Ausbildung. Alle Azubis, die 2017 ihre Ausbildung abschlossen, wurden übernommen.

Overkamp wies darauf hin, dass die Volksbank über die GN Münsterland Immobilien GmbH Baugebiete entwickelt. Das Engagement soll ausgeweitet werden, derzeit werden Baugebiete in Gronau, Epe und Legden realisiert, in Alstätte ist das bereits geschehen.

Aufsichtsratsvorsitzende Felizita Söbbeke erstattete für ihr Gremium Bericht. Der Aufsichtsrat habe seine Aufgaben und Pflichten erfüllt. Die turnusmäßig ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder Heinz Render aus Alstätte und Heinz Kroschner aus Legden wurden einstimmig wiedergewählt. Genauso einstimmig fielen die Beschlüsse zu Genehmigung des Jahresabschlusses, zur Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats und zur Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 5,53 Mio. Euro. Gut 4,4 Mio. gehen in Rücklagen, 1,12 Mio. werden an die Mitglieder ausgezahlt. Die Dividende beträgt 6,5 Prozent.

Frank Overkamp kündigte weitere Investitionen in die Geschäftsstellen an. Größtes Vorhaben ist der Neubau der Niederlassung in Ahaus an der Parallelstraße. Auch die Hauptstelle in Gronau soll modernisiert und die Filiale in Nienborg umgestaltet werden.

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