Migrantinnen und Migranten besuchen die Gronauer Wache
Feuerwehrleute haben keinen leichten Job

Gronau -

Wer aus Syrien, Eritrea, Afghanistan oder anderen Ländern flüchten muss und in Deutschland Zuflucht findet, hat viel zu lernen. Die Sprache, Menschen und Gebräuche sind unbekannt. Die Chance gGmbH hat sich die Integration von Migrantinnen und Migranten zur Aufgabe gemacht und die Maßnahme „Beratung und Hilfen zur Integration für Menschen mit Migrationshintergrund“ ins Leben gerufen.

Freitag, 18.05.2018, 09:05 Uhr

Zwölf Migrantinnen und Migranten besuchten die Feuerwehr in Gronau, wo sie einen Einblick in deren Struktur und Aufgaben erhielten.
Zwölf Migrantinnen und Migranten besuchten die Feuerwehr in Gronau, wo sie einen Einblick in deren Struktur und Aufgaben erhielten. Foto: Feuerwehr

Die vom Jobcenter des Kreises Borken geförderte Maßnahme wird unter der Leitung des Sozialpädagogen David Siems mit Frauen und Männern aus unterschiedlichen Herkunftsländern durchgeführt. Die Maßnahme zielt inhaltlich darauf ab, den Menschen Orientierung zu geben und ihnen den Zugang zum Alltags- und Erwerbsleben zu ermöglichen. Hierfür werden neben der Vermittlung von gesellschaftlichen Verhaltensstandards, Regeln und Normen auch gemeinsame Besuche von Einrichtungen und Institutionen sowie Betriebsbesichtigungen integriert. Auch der Besuch von Verwaltungen und Behörden steht auf dem vielfältigen Programm.

In der letzten Woche besuchten die Kursteilnehmenden die hiesige Feuerwehr. Martin Bültmann gab Einblicke in die Struktur und Aufgaben der Feuerwehr Gronau. Rauchmelder und Feuerlöscher sind Geräte, die jedem Bürger tagtäglich begegnen. Der Feuerwehrmann erläuterte die Wichtigkeit der Rauchmelder und die Handhabung eines Feuerlöschers.

Ein weiterer Punkt war das richtige Verhalten bei einem Wohnungsbrand. Martin Bültmann konnte anhand eines Rauchhauses zeigen, ob man bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus die Wohnung verlässt oder in der Wohnung verbleibt und die Feuerwehr anruft. Eindrucksvolle Beispiele von verbranntem Essen auf dem Herd schilderte der Feuerwehrmann aus der Praxis. Ein Übersetzer unterstützte bei sprachlichen Verständigungsproblemen.

Wie sich die Feuerwehrleute bei einem Brand schützen, konnten die Teilnehmenden hautnah erleben. Einem Besucher wurde die komplette Einsatzkleidung angelegt. Als dann noch das Atemschutzgerät aufgesetzt wurde, waren sich die Kursteilnehmenden einig: Feuerwehrleute haben keinen leichten Job! Zum Abschluss durften die Teilnehmenden auf der Drehleiter einen Blick über Gronau werfen.

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