Diakonie informiert über die Aktionswoche Schuldnerberatung
Weg mit den Schulden

Gronau -

„Weg mit den Schulden!“ lautet der Titel der bundesweiten „Aktionswoche Schuldnerberatung, die heute zu Ende geht. An dem Motto setzt auch die Soziale Schuldner- und Insolvenzberatung des Diakonischen Werkes in Gronau an.

Freitag, 08.06.2018, 07:00 Uhr

Sylvia Hartmann, Udo Wesbuer, Inga Völlink und Ingo Stein (v.l) informieren über die Soziale Schuldner- und Insolvenzberatung des Diakonischen Werkes, die mehrfach in der Woche eine offene Sprechstunde anbietet.
Sylvia Hartmann, Udo Wesbuer, Inga Völlink und Ingo Stein (v.l) informieren über die Soziale Schuldner- und Insolvenzberatung des Diakonischen Werkes, die mehrfach in der Woche eine offene Sprechstunde anbietet. Foto: Diakonie

Inga Völlink, Sozialarbeiterin im Team, erklärt das Prinzip der Beratungseinrichtung: „Wir helfen ver- und überschuldeten Menschen dabei, ihre sozialen und finanziellen Probleme in den Griff zu bekommen, damit sie wieder eine Perspektive sehen.“

Ihre Kollegin Sylvia Hartmann schildert ein konkretes Beispiel für eine alltägliche Beratungssituation: „Frau B. kommt in die Schuldnerberatungsstelle. Sie hat einen Vollstreckungsbescheid dabei. Sie fühlt sich jetzt sehr verunsichert. Sie hat Angst, dass ihr das Geld von ihrem Konto gepfändet wird. Sie ist ganz erschrocken, da sie drei Kinder hat, die sie alleine versorgen muss. Sie hat einen Vollzeitjob als Reinigungskraft und erhält zusätzlich noch Wohngeld sowie Kindergeld. Sie sieht sich außer Stande etwas von ihrem Einkommen zur Schuldenregulierung einzusetzen. Ein Bekannter hat im Internet herausgefunden, dass sie ihr Einkommen vor einer Pfändung schützen und dass man sich an eine Schuldnerberatungsstelle wenden kann. Wir konnten Frau B. aufklären, dass sie ihr Konto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln kann, um Einkommen für ihre alltäglichen Bedarfe zu sichern. Für eine allein stehende Person beträgt der vor der Pfändung geschützte Betrag derzeit 1133,80 Euro. Da dieser Betrag aber nicht ausreicht, um auch ihre drei Kinder zu versorgen, können wir ihr eine Pfändungsschutzkonto-Bescheinigung mitgeben. Der geschützte Betrag kann erhöht werden, wenn es Personen gibt, denen man zu Unterhalt verpflichtet ist und diesen auch tatsächlich gewährt. Im Fall von Frau B. werden Beträge für drei weitere Personen auf der Bescheinigung eingetragen. Ebenso wird das Kindergeld für ihre drei Kinder mit erfasst und so vor einer Pfändung geschützt. Zusammen mit Frau B. wurden die Geburtsdaten ihrer Kinder eingetragen und ein Nachweis geprüft, dass das Kindergeld tatsächlich auf ihr Konto überwiesen wird. Daraufhin konnten wir ihr eine Bescheinigung ausstellen, aus der zu erkennen ist, das für sie monatlich insgesamt ein Betrag in Höhe von 2623,97 Euro vor einer Pfändung geschützt ist. Mit Frau B. wurden weitere Termine in unsere Beratungsstelle vereinbart.“

An die Soziale Schuldner- und Insolvenzberatung des Diakonischen Werkes an der Hörster Straße 5 in Gronau, ✆ 02562 701110, kann sich jeder Ratsuchende wenden. Montags, mittwochs und donnerstags sind um 10 Uhr offene Sprechstunden. 

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