Projektarbeit anlässlich des Geburtstages von Anne Frank
Erinnern an ein viel zu kurzes Leben

Gronau -

Im Rahmen von projektbezogenen Unterrichtsstunden setzten sich die Schüler der Anne-Frank Schule jetzt einmal mehr mit der Namensgeberin der Schule auseinander: Anne Frank wäre am 12. Juni 89 Jahre alt geworden.

Donnerstag, 14.06.2018, 08:14 Uhr

Die Ergebnisse ihrer Projektarbeit stellten Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Schule jetzt vor.
Die Ergebnisse ihrer Projektarbeit stellten Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Schule jetzt vor. Foto: Angelika Hoof

Als deutsch-jüdisches Mädchen in Frankfurt/Main geboren, 1934 mit ihrer Familie in die Niederlande ausgewandert, um der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen, starb sie im Frühjahr 1945 im KZ Bergen-Belsen im Alter von gerade einmal 15 Jahren. Grund genug für die Schüler der Anne-Frank-Schulen in Deutschland, sich jährlich an Anne Franks Geburtstag mit ihrem Leben, aber auch mit Nationalsozialismus und Holocaust auseinander zu setzen.

Am Mittwoch nutzten die Neunt- und Zehntklässler der Anne-Frank-Schule in Gronau die Gelegenheit, ihre Ergebnisse den Mitschülern zu präsentieren. Im Klassenverband hatten die Schüler und Schülerinnen der 9.1 eigene Tagebucheinträge verfasst und erinnerten damit an die Tagebücher, durch die Anne Frank bekannt geworden ist.

Schüler der 9.2 gingen in ihren Vorträgen auf das Verhältnis zwischen Juden, Christen und Moslems ein und erklärten, wofür die beiden Dreiecke im Davidstern, dem Symbol für das Judentum, stehen. Darüber hinaus hatten sich die Neuntklässler mit der Biografie der Anne Frank beschäftigt und kleine Videos gedreht, in denen sie Begriffe der jüdischen Religion (wie Thora, Gebetshaus, Klagemauer und Kippa) bildhaft darstellten.

Antisemitismus stand im Mittelpunkt bei den Zehntklässlern. Während die einen einen Hip-Hop-Rap vorstellten, hatten andere den jüdischen Friedhof in Gronau besucht und sich mit der jüdischen Begräbniskultur beschäftigt.

Darüber hinaus waren die jüdischen Speisegesetze Thema der Jugendlichen. Mit selbst hergestellten Stolpersteinen erinnerten sie zudem an das, was einst geschehen ist und was die heutige Geschichte uns zeigt.

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