Workshop zur Gewässergüte
Reger Austausch

Gronau -

„Gewässergüte im ländlichen Raum – gemeinsam handeln“ – unter diesem Motto kamen jetzt Vertreter der deutschen und der niederländischen Wasserwirtschaft und der Landwirtschaft im Hotel Driland zusammen. Zentral stand bei dem tagesfüllenden Workshop die Frage im Raum, wie Landwirtschaft und Wasserwirtschaft in Zukunft grenzüberschreitend gemeinsam einen Beitrag zur Verbesserung der Gewässergüte leisten können.

Montag, 16.07.2018, 09:10 Uhr

Anhand einer Karte diskutierten die Teilnehmer über mögliche Flüsse und Bäche für etwaige zukünftige Projekte.
Anhand einer Karte diskutierten die Teilnehmer über mögliche Flüsse und Bäche für etwaige zukünftige Projekte. Foto: Peter van der Wiele

Eingeleitet wurde der Austausch durch einen Beitrag von Christoph Rapp vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Er skizziere die grenzüberschreitenden Herausforderungen aus Sicht des Ministeriums und die Notwendigkeit der Kooperationen zwischen Wasserwirtschaft und Landwirtschaft sowie weiterer im Einzugsgebiet agierender Akteure zugunsten der Gewässergüte.

Im Anschluss rückten bei Präsentationen von Experten der Landwirtschaftskammern LTO Noord und den Wasserbehörden aus den Niederlanden, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen vor allem die erhöhten Nährstoff-Konzentrationen (Phosphat und Nitrat) in Oberflächengewässern in den Fokus. Diskutiert wurden die Eintragspfade von Nährstoffen und warum eine gute Wasserqualität für die Ökologie relevant ist. Auch tauschten sich die Teilnehmer über Herangehensweisen zur Minderung der Nährstoffeinträge aus. So wurde unter anderem das niederländische Deltaprogramm Agrarische Wasserwirtschaft vorgestellt.

Von deutscher Seite gaben die Landwirtschaftskammern einen Einblick in ihre Beratungsangebote für Landwirte und in die Runden Tische, die als regionale Foren dem Erfahrungsaustausch dienen. Alle Sprecher betonten dabei den Wunsch, voneinander lernen zu wollen.

Während des Nachmittagsprogramms waren die etwa 35 Teilnehmer gebeten, sich in einem „Weltcafé“ zur Gewässergüte auszutauschen. Schnell wurden unter anderem grenzüberschreitende Pilotprojekte an einzelnen Gewässern angeregt und über die Gestaltung und Herangehensweisen für etwaige Maßnahmen und Projekte gesprochen. Anhand einer Karte wurde über mögliche Flüsse und Bäche für etwaige zukünftige Projekte diskutiert.

Die Teilnehmer vereinbarten, die Ergebnisse und Erkenntnisse des Workshops in einer späteren Sitzung zu vertiefen.

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