Bürger sollen Vorschläge machen
Verwaltung wird digitaler

Gronau -

Bürgerbeteiligung – das klingt immer recht sperrig. Wünsche, Ideen und Anregungen sind es, die bei „Gronau goes digital“ gefragt sind. Und dazu können, Bürger, Unternehmen und auch Gäste der Stadt einfach per E-Mail ihre Vorschläge einreichen.

Mittwoch, 18.07.2018, 08:50 Uhr

Kämmerer Jörg Eising (r.) und der für das Digitalisierungsprojekt zuständige Mario Wenker freuen sich darüber, dass bereits einige interessante Vorschläge in der Verwaltung eingegangen sind.
Kämmerer Jörg Eising (r.) und der für das Digitalisierungsprojekt zuständige Mario Wenker freuen sich darüber, dass bereits einige interessante Vorschläge in der Verwaltung eingegangen sind. Foto: Guido Kratzke

Bürgerbeteiligung – das klingt immer recht sperrig. Wünsche, Ideen und Anregungen sind es, die bei „Gronau goes digital“ gefragt sind. Und dazu können Bürger, Unternehmen und auch Gäste der Stadt einfach per E-Mail ihre Vorschläge einreichen.

„Wir füllen gerade unseren Themenspeicher auf“, erklärt Mario Wenker mit einem Schmunzeln. Zu den eigenen Ideen, die im Hause vorhanden sind, kommen die Punkte aus der Bürgerschaft hinzu. Vielleicht gibt es zum Abschluss dieser Projektphase ein kleines Voting, bei dem darüber abgestimmt werden darf, was vorrangig in Angriff genommen werden soll, stellt der Digitalisierer aus der Verwaltung in Aussicht.

„Damit ist die Digitalisierung bei uns im Haus allerdings noch lange nicht abgeschlossen“, betont Kämmerer Jörg Eising. Vielmehr handele es sich dabei um einen dauerhaften Prozess.

Unter den ersten Vorschlägen, die im Rathaus eingegangen sind, waren bereits einige interessante, wie Wenker beim Durchblick der Listen erläutert: Ein Online-Fundbüro gehört ebenso dazu wie die Möglichkeit, Termine für den Rathausservice vorab zu buchen, um unnötige Wartezeiten zu verringern.

Angeregt wurde auch ein Online-Mängelmelder, der über die schon existierende Möglichkeit, kleine Mängel per WhatsApp an die ZBU zu melden, hinausgehen würde. „Im Rathaus würden die Hinweise der Bürger entgegengenommen und an die zuständigen Stellen weitergeleitet“, verweist Eising darauf, dass auch mit den Stadttöchtern das Thema Digitalisierung besprochen werde. „Wir haben auch schon Vorschläge bekommen, die schon längs umgesetzt sind“, hat Wenker beobachtet. „Diese Möglichkeiten sind wohl noch nicht ausreichend bekannt.“

Mit Hochdruck wird im Rathaus derzeit bereits an einer Neugestaltung der Homepage gearbeitet, die zukünftig auch auf mobilen Geräten sinnvoll genutzt werden soll. Und bis zum Ende des Jahres sollen auch bei Bauanträgen rund um die Uhr die Bürger erfahren können, wie der Bearbeitungszustand ist. „Das geht dann am Wochenende genau so gut wie nach Feierabend – schließlich hat nicht jeder Bürger die Gelegenheit, tagsüber ins Rathaus zu kommen“, erläutert Wenker, der nach dem Abi seine erste Ausbildung im Gronauer Rathaus absolviert hat. Nach einer zweiten Ausbildung bei der Stadt Frankfurt zog es ihn in heimatliche Gefilde zurück. Nachdem er weitere Berufserfahrungen in Münster gesammelt hat, übernahm er am 1. Dezember vergangenen Jahres die neu geschaffene Stelle für Digitalisierung im Gronauer Rathaus. „Damit wollen wir den Bürgern eine weitere Möglichkeit schaffen, mit der Verwaltung in Kontakt zu treten.

Vorschläge können noch bis zum 31. August unter der E-Mail digital@gronau.de bei der Stadtverwaltung eingereicht werden.

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