Gronau
Fr., 11.06.2010
Dem Traumjob auf der Spur
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Gronau - Können Frauen Zimmermann werden oder sich Männer in der Kinderpflege betätigen? Warum eigentlich nicht? Die Probe aufs Exempel machten gestern rund 160 Achtklässler der Sophie-Scholl-Schule, der Hermann-Gmeiner-Schule sowie der Anne-Frank-Schule, die sich in Gruppen je zwei Stunden lang im Wirtschaftszentrum Gronau (WZG) auf den „Parcours der Fähigkeiten“ begaben.
Anstatt den normalen Schulalltag zu absolvieren, wurde an diesem Vormittag fleißig gehämmert, gebohrt, Babys gewickelt, Tee abgewogen, gegraben und sonstige Arbeiten verrichtet, die die Schüler - je nach Neigung und Interesse - schon bald in der Berufswelt erwarten.
Handarbeit, Geschicklichkeit und Präzision waren gefragt beim Berufs-Parcours, den die Jugendberufshilfe der Stadt zum nunmehr vierten Mal initiierte. „Dieses Projekt bietet Schülern und Schülerinnen die Möglichkeit, auf engstem Raum die Bekanntschaft mit Berufen ihrer Wahl zu machen. Ziel ist es, dass sie eigene Stärken und Talente entdecken. Hier können sie berufstypische, praktische Übungen durchführen, um so erste Einblicke in die Vielfalt an Ausbildungsberufen zu bekommen. Zugleich haben sie die Gelegenheit, erste Kontakte zu örtlichen Firmen zu knüpfen, bei denen sie unter Umständen im Herbst 2010 ihr Praktikum absolvieren können“, erklärten Hildegard Blanke sowie Nadine Jaeger von der Jugendberufshilfe Gronau, die für schnelle und unbürokratische Hilfe beim Übergang von der Schul- in die Berufswelt Sorge tragen.
In der Tat waren wiederum zahlreiche örtliche Firmen und Institutionen aus Gronau und Umgebung vertreten, die dafür sorgten, dass die „Berufsexpedition“ zum Anfassen nah war. An den Ständen herrschte reges Getümmel. Während sich Mädchen als Zimmermann, Dachdecker, Zweiradmechaniker, Maler oder Lackierer probierten, übten sich Jungen in der Kinder- oder Altenpflege und ließen sich die Aufgaben eines Physiotherapeuten erläutern. Andrang herrscht aber auch am Kicker der Volksbank Gronau-Ahaus, wo den Schülern die Effektivität von Teamarbeit nähergebracht werden sollte.
Mit dem Besuch der „Berufsexpedition“ war es aber für die Schüler noch nicht getan: Die dort gesammelten Erfahrungen und Erkenntnisse sollen in den nächsten Tagen im Schulunterricht nachbereitet werden, damit die schon bald anstehende Berufswahl kein Zufallsergebnis wird.
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