Gronau
Do., 06.05.2010
Schüler fit machen für die Berufswahl
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Gronau - Still ist es im großen Saal des Walter-Thiemann-Hauses. Nur gelegentlich raschelt ein Blatt Papier, ansonsten arbeiten die 30 Jugendlichen der Carl Sonnenschein-Realschule konzentriert vor sich hin: 45 Minuten haben sie Zeit, die Aufgabe zu lösen, die Projektleiterin Tilla Vogelsang (Firma „Job-find-for-you“) ihnen vor wenigen Minuten aufgetragen hat. Es geht darum, Post bzw. Mails nach ihrer Bedeutung zu sortieren und nebenher Büroaufgaben und Besorgungen unter Zeitdruck zu erledigen. Und auf die Neuntklässler wartet an diesem Tag noch weitere Arbeit: In einer Selbstpräsentation müssen sie in einer Minute herausarbeiten, warum sie für den (fiktiv) ausgeschriebenen Job der oder die Richtige sind. Danach gilt es, in einer Achter-Gruppe ein Thema binnen einer gesetzten Zeit zu diskutieren und am Ende eine Empfehlung zu erarbeiten.
Der Seminartag im Thiemann-Haus ist nur ein Teil von „BOB“. Die Abkürzung steht für „Berufsorientierungsbüros“ und bezeichnet ein Modul des Projektes „Zukunft fördern - vertiefte Berufsorientierung gestalten“. Träger der Initiative sind die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, das NRW-Schulministerium und die Stiftung Partner für Schule NRW. Ihr gemeinsames Ziel: Die individuelle Ausbildungsreife von Schülern systematisch zu steigern. „Durch frühzeitige und nachhaltige Maßnahmen sollen Jugendliche in die Lage versetzt werden, am Ende der Schullaufbahn eine fundierte Berufswahl zu treffen“, unterstreicht Berufsberater Michael Alfert, Agentur für Arbeit, die Bedeutung des Projektes.
Für rund 90 Eper Realschüler der neunten Klassen hat „BOB“ jede Menge neuer Erfahrungen gebracht: Sie besuchten eine Ausstellung für Arbeitsschutz in Dortmund, waren auf der Berufsorientierungsmesse in Ahaus zu Gast, erkundeten das Berufsinformationszentrum Coesfeld (BIZ) und nahmen am dreiteiligen Berufswahlseminar der Firma „Job-find-for-you“ verbindlich teil, wie Thomas Hamm, begleitender Lehrer an der Sonnenschein-Realschule, deutlich macht.
Außerdem wurde aus Mitteln des Projektes in der Schule ein Beratungszimmer mit zwei PC-Arbeitsplätzen geschaffen. Hier können sich die Schüler via Internet und Materialsammlungen über Ausbildungsmöglichkeiten informieren, in diesem Raum findet aber auch die monatliche Beratung durch die Agentur für Arbeit statt.
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