Gronau

Mi., 29.09.2010

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kfd kritisiert Atommülltransporte

Bereits seit Längerem nehmen Frauen aus den Reihen der kfd an Demonstrationen gegen Atomkraft - hier gegen Urenco in Gronau - teil. Foto: (kw)

Gronau-Epe - Scharf kritisierten jetzt Teilnehmerinnen von 19 pfarrlichen kfd-Teamspitzen die Atommülltransporte aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Rossendorf nach Russland. Bei ihrer Herbst-Dekanatsversammlung in Epe bekräftigten die Frauen erneut ihre Forderung nach einem schnellstmöglichen Ausstieg aus der Atomkraft.

Nach der Begrüßung durch Dekanatsteamsprecherin Mechthild Harpering berichtete Mechthild Jeschar eingangs über die Diözesanversammlung der kfd in Münster, bei der das Kreisdekanatsteam Borken vor zwei Wochen einen Antrag eingebracht habe, der engagiert diskutiert worden sei. Mit einem dreifachen Beschluss hätten die 120 Delegierten der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands - Diözesanverband Münster - auf ihrer Versammlung Stellung zur aktuellen Atom- und Energiepolitik bezogen, berichtete Jeschar.

Die kfd-Vertreterinnen des rund 140 000 Mitglieder starken Frauenverbandes forderten demnach den schnellstmöglichen Ausstieg aus der Kernenergie und sprechen sich entschieden gegen die Politik der Laufzeitverlängerung aus. Darüber hinaus müssten die Atommülltransporte sofort beendet werden. Und nicht zuletzt müsse der Klima schonende, dezentrale und nachhaltige Stromerzeugung Vorrang eingeräumt werden.

Gerade Frauen in der Region Gronau und Ahaus erlebten hautnah die Atomtransporte und die Folgen der Zwischen- bzw. Endlagerung im Atomlager und beteiligen sich schon seit vielen Jahren an friedlichen Sonntagsspaziergängen, Demonstrationen und Gottesdiensten rund um das Brennelemente-Lager in Ahaus, so Mechthild Jeschar auf der Dekanatsversammlung. Ein weiterer Gast war Gabi Helling, die sich zusammen mit Gisela Veer, Schriftführerin im Dekanatsteam, als Multiplikatorin für das „kfd Net(z)werk“ einsetzt. Diese neue internetbasierte Mitgliederverwaltung stoße besonders im hiesigen Dekanat auf Misstrauen, heißt es in einer Mitteilung der kfd. Beide Frauen warben um Vertrauen, aber sprachen auch Mut zu, sich doch einfach auf die Schulung zum „Net(z)werk“ einzulassen. Sie überzeugten am Ende sechs Teams.

Des Weiteren waren Personalien Thema bei der Versammlung in Epe. Die derzeitige Kreisdekanatsprecherin, Gertrud Roth, wird in die Diözesanleitung gehen, ebenso die Dekanatsseelsorgerin Ute Albrecht. Gisela Veer wurde einstimmig zur Delegierten zu den katholischen Landfrauen gewählt.


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