Gronauer Erfahrungen für Ahaus

Di., 07.02.2012

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Wittekindshof plant zweites Familienzentrum / Hoff & Partner sind Investoren

Gronauer Erfahrungen für Ahaus : Wittekindshof plant zweites Familienzentrum / Hoff & Partner sind Investoren

Auf der Baustelle: Bernd Niehoff und Ingo Hoff (v. r.) liegen mit den Bauarbeiten für das Familienzentrum Wittekindshof gut im Zeitplan. Im Sommer werden Vera Helmich (1.) und Irmgard Lefering (M.) mit ihren Kindertagesstätte in den Neubau umziehen. Hinzu kommen einige Kinder aus der Friedrich-Fröbel Kindertagesstätte, die Nicole Wehres leitet. Foto: Anke Marholdt

Gronau/Ahaus - 

„Die Erfahrungen in Gronau sind so gut, dass wir auch anderen Orten ein Familienzentrum Wittekindshof aufbauen und beim Bau neuer Gebäude mit Investoren zusammenarbeiten wollen“, erklärt Diakon Reiner Breder, der als Ressortleiter für die Angebote der Diakonischen Stiftung Wittekindshof im Kreis Borken verantwortlich ist.


Das Familienzentrum Wittekindshof in der Gronauer Herzogstraße wurde 2008 eröffnet. „Uns war es von Anfang an wichtig, einen Ort zum Spielen und Lernen für Kinder mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten, kulturellen und religiösen Erfahrungen zu schaffen. Im Familienzentrum erleben wir, dass Inklusion, das selbstverständliche Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung, mit verschiedenen Muttersprachen und Religionen, gelingen kann. Das macht Mut, den inklusiven Weg auch an anderen Orten einzuschlagen“, freut sich Reiner Breder. Sein zweites Familienzentrum wird der Wittekindshof im Sommer in Ahaus auf dem ehemaligen Zündholzgelände an der Parallelstraße eröffnen. „Als Investor konnten wir die Gronauer Firma Hoff und Partner gewinnen. Sie baut nach unseren Wünschen und wir werden das Gebäude mieten. Das Investorenmodell haben wir erstmals 2006 bei der Betriebsstätte Schürblick der Wittekindshofer Werkstätten in Gronau umgesetzt und schon damals beste Erfahrungen mit Ingo Hoff und seinem Team gemacht“, berichtet Breder. „Der Neubau ist für die Kinder eine große Chance. Wir haben mehr Platz und können den Kindern ganz andere Materialien, Erfahrungs- und Lernräume anbieten“, berichtet die zukünftige Leiterin des Familienzentrums Wittekindshof, Erzieherin Vera Helmich. Im Erdgeschoss sind zwei Gruppen für die unter Dreijährigen und die Kleineren sowie alle, die einen festen Raum zur Orientierung benötigen, geplant. Multifunktionell wird in diesen Räumen alles vom Bauen, übers Rollenspiel, Bilderbücher anschauen, Basteln und Malen möglich sein. Die beiden Gruppen- und Nebenräume im Obergeschoss sollen als Funktionsräume eingerichtet werden, zu denen auch ein „Mathematisches Kabinett“, ein Werkraum und Platz zum Forschen und für Naturbeobachtungen gehören. Im Mittelpunkt des Familienzentrums Wittekindshof steht die Kindertagesstätte mit gut 60 Plätzen für Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt. Hinzu kommen spezielle Räume für Logopädie, Frühförderung, Ergotherapie und ein Snoezele-Raum. Umziehen werden in das Familienzentrum die Kindertagesstätten „Rasselband“ und „Purzelbaum“, deren Trägerschaft der Wittekindshof im Sommer 2011 übernommen hat. Hinzu kommen einige Kinder mit Behinderung, Entwicklungsverzögerung und heilpädagogischem Förderbedarf, die sonst in die Wittekindshofer Friedrich-Fröbel-Kindertagesstätte gegangen wären. „Freie Plätze gibt es keine mehr, obwohl wir im Familienzentrum auch neue zusätzliche Plätze anbieten konnten. Die Nachfrage ist viel größer, als unser Angebot“, erklärt Vera Helmich abschließend.

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