Bis zu 2,3 Millionen Euro für Projekte in Ahaus, Heek und Legden
AHL bleibt Leaderregion

Heek-Nienborg/Ahaus -

Die Leaderregion Ahaus-Heek-Legden bleibt bestehen. Die 120-seitige „Lokale Entwicklungsstrategie“, mit der sich die Region beworben hat, hat die Expertenjury überzeugt. Die gute Nachricht von NRW-Umweltminister Johannes Remmel kam am Donnerstag für Heeks Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff überraschend.

Samstag, 23.05.2015, 07:05 Uhr

Schon bei der Vorstellung der erneuten Leader-Bewerbung waren alle Beteiligten um die Bürgermeister Felix Büter (Ahaus, l.), Friedhelm Kleweken (Legden, 2. v. l.) und Franz-Josef-Weilinghoff (Heek, r.) optimistisch.
Schon bei der Vorstellung der erneuten Leader-Bewerbung waren alle Beteiligten um die Bürgermeister Felix Büter (Ahaus, l.), Friedhelm Kleweken (Legden, 2. v. l.) und Franz-Josef-Weilinghoff (Heek, r.) optimistisch. Foto: heu

Nicht weil er eine erfolgreiche Bewerbung im Vorfeld ausgeschlossen hatte, sondern weil er mit einer Bekanntgabe nicht vor Anfang Juni gerechnet hatte.

Um die Wartezeit bis zur im Juni erwarteten Entscheidung zu verkürzen, hatte die Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden erst in dieser Woche ein Frühlingsgrillfest für den 30. Mai in Nienborg vor dem Hohen Haus geplant. Was als Informationsveranstaltung und Mobilisierung gedacht war, rief Weilinghoff am Freitag zur Feierstunde aus: „Ich denke, dass man das feiern darf. Das Grillfest wird der Startschuss für den Beginn der Umsetzungsphase.“

Durch die erneute Zulassung der Leader-Region AHL fließen bis 2020 insgesamt 2,3 Millionen Euro an Fördergelder in die Region. Mit diesem Geld sollen verschiedene Kommunen-übergreifende Projekte finanziert werden. Beispiele dafür liefern bereits realisierte Projekte aus der vergangenen Förderperiode. Dazu gehören der Dahliengarten Legden , der Begegnungspark Ottenstein, die Erweiterung der Landesmusikakademie in Heek oder die Musikworkshops und das GPS-Projekt track and bike. Am Tag des Grillfestes werden zwischen 12 und 16 Uhr noch einmal alle Projekte vorgestellt.

Schwerpunktthemen der Kulturlandschaft AHL für die kommende Förderperiode sind die Optimierung des sozialen Miteinanders, die Belebung der ländlichen Ortskerne, die Stärkung von Tourismus, Kultur und Heimatpflege sowie Neuerungen im Bereich von Energie und Klima. Welche Projekte in naher Zukunft konkret realisiert werden, wollte Weilinghoff noch nicht verraten. „Dafür muss ich mich erstmal mit meinen Amtskollegen absprechen. Ich bin ja noch nicht so lange dabei und muss mich nun erst über das genaue Prozedere informieren.“

Für einen ansprechenden Rahmen des Grillfests sorgen Live-Bands aus dem Leader-geförderten Workshop „Playin‘ in a band“ sowie ein buntes Kinderprogramm mit Luftballonkünstler, Kinderschminken, Malecke und Stockbrotbacken. Der Heimatverein Nienborg wird einen Bücherstand aufbauen und Interessierten einen Einblick ins Heimathaus gewähren. Aktive Teilnehmer des Projekts „track and bike“ ermöglichen Besuchern zudem einen GPS-Rundgang um den Burgberg. Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung in das Hohen Hauses verlagert. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.

Die Kulturlandschaft Ahaus, Heek, Legden ist eine von 28 Regionen in NRW, die in den kommenden Jahren durch EU-Leadermittel in Gesamthöhe von 75 Millionen Euro gefördert wird. Beworben hatten sich 43 Zusammenschlüsse von Dörfern und Städten. „Es ist beeindruckend, mit wie viel Engagement und Leidenschaft die Regionen an den Wettbewerbsbeiträgen gearbeitet haben“, lobte NRW-Umweltminister Remmel die Qualität der Bewerbungen.

Zum Thema

Wer Interesse hat, beim Leader-Arbeitskreis mitzumachen, kann sich an das zuständige Regionalmanagement unter ✆ 0251 4840019 wenden.

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