Schulausschuss
Kreuzschule will iPad-Klasse einrichten

Heek -

Die Kreuzschule möchte eine iPad-Klasse einrichten. „Die iPads sollen aber nicht nur für eine Klasse sein, sondern allen, die damit geschult werden zur Verfügung stehen, von der 5. bis zur 10. Klasse“, wie Lehrer Kai Großkopf am Mittwoch im Schulausschuss betonte.

Freitag, 05.02.2016, 10:02 Uhr

Modernes und individuelleres Lernen soll mithilfe von iPads in der Kreuzschule erleichtert werden.
Modernes und individuelleres Lernen soll mithilfe von iPads in der Kreuzschule erleichtert werden. Foto: Marc Tirl/dpa

Die Schule will damit den Weg zu einer modernen Schule weiterverfolgen und den Schülern einen sicheren Umgang mit modernen Medien beibringen.

„Wir sind sehr kritisch damit umgegangen, ob unsere Schüler das leisten können“, so Lehrer Großkopf. Die Verantwortlichen hätten sich dann eine solche iPad-Klasse im Alexander-Hegius-Gymnasium Ahaus angeschaut und seien überzeugt davon, dass das auch in der Kreuzschule umsetzbar sei.

Der Vorteil beim Arbeiten mit dem iPad sei, so Großkopf, dass die Schüler selbst über das Arbeitstempo entscheiden könnten. Es sei „eine individuelle Förderung durch differenzierteres Arbeitsmaterial“ möglich. Schon heute ist es an der Schule möglich, dass die Kinder über eine spezielle Online-Plattform übers Internet arbeiten.

Mit den iPads können keine Apps heruntergeladen werden, zudem würden über eine vom Ministerium zur Verfügung gestellte Software kritische Inhalte gesperrt. Gesteuert werden die Geräte von einem Hauptcomputer, auf den nur der Lehrer zugreifen kann.

Schon heute verfügt die Kreuzschule über eine gute technische Ausstattung, wie Kai Großkopf erklärte. Jedoch seien die entsprechenden Räume voll belegt. Großkopf: „Die iPads sind eine gute Alternative zu neuen Räumen.“

Es gab auch zurückhaltende Stimmen. So warne der Lehrerverband vor einer zu großen Computerisierung, sagte Helga Schwarzendahl-Wilken (SPD). „Wir können uns nicht der Zeit verschließen“, erwiderte Schulleiterin Martina John. Nach Ansicht ihres Kollegiumsmitgliedes Kai Großkopf sei die tägliche Nutzung von PC, Handy und Internet eine Selbstverständlichkeit für die Mädchen und Jungen. Es fehle aber am richtigen Umgang damit.

Rund 30 iPads benötigt die Schule. Die Geräte kämen in einen schiebbaren Wagen, sodass die iPads überall nutzbar wären.

Auf die Frage, warum man denn unbedingt teure iPads nutzen sollte, antwortete Kai Großkopf: „Weil’s mit ihnen funktioniert.“ Bei anderen Tablets könne er das nicht garantieren, so der Lehrer weiter.

Die iPad-Klasse soll über das Leader-Projekt mitfinanziert werden. „Es ist noch nicht klar, wie die Förderung genau aussieht“, sagte Gemeinde-Mitarbeiter Herbert Gausling. Ob die Förderung sich nur auf die Geräte oder auch auf die Installation beziehe, stehe noch nicht fest. Auch wie viel Prozent der Gesamtsumme gefördert würden, stand am Mittwoch noch nicht fest.

Deshalb vertagte der Ausschuss die Entscheidung, bis die Verwaltung endgültige Zahlen vorlegen kann.

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