Di., 18.04.2017

Liturgische Nacht in der Heilig-Kreuz-Gemeinde Im Kerzenschein zur Ruhe kommen

Gegen 23.30 Uhr treffen sich alle Teilnehmer im Saal des Kreuzzentrums. Nur das flackernde Licht einiger Kerzen erhellt den Raum.

Gegen 23.30 Uhr treffen sich alle Teilnehmer im Saal des Kreuzzentrums. Nur das flackernde Licht einiger Kerzen erhellt den Raum. Foto: Helmut Schwietering

Heek - 

Dunkel ist es draußen. Normalerweise ist es um diese Zeit rund um den Kirchplatz still. Es ist 22 Uhr, doch das Kreuzzentrum in Heek ist an diesem Gründonnerstag hell erleuchtet. Etwa 30 Jugendliche und junge Erwachsene feiern gemeinsam die Liturgische Nacht. Sie treffen sich, um diese Zeit vor Karfreitag zu einem besonderen Erlebnis zu machen.

Von Helmut Schwietering

Verschiedene Angebote wie das gemeinsame Brotbacken oder das Osterkerzenbasteln gehören dazu, aber auch für leise Töne ist an diesem Abend Platz. „Es ist das zur Ruhe kommen. Jeder bekommt die Möglichkeit, die eigene Form zu finden, sich auf Ostern vorzubereiten“, erklärt Diakon Harald Schneider, der jedes Jahr gemeinsam mit einigen Jugendlichen aus der Heilig-Kreuz-Gemeinde die Liturgische Nacht vorbereitet. Viele der jungen Menschen sind nicht zum ersten Mal dabei – für einige gehört die Veranstaltung zur Vorbereitung auf Ostern einfach dazu. „Ich mag die gute Stimmung und die gemeinsamen vielfältigen Aktionen an diesem Abend“, so beschreibt der 17-jährige Johannes seine Eindrücke. Und auch die anderen Teilnehmer sind mit Begeisterung dabei.

Nicht nur das Kreuzzentrum ist an diesem Abend mit Leben gefüllt; auch am Kreuzweg in Averbeck erleuchten Fackeln die Dunkelheit, und Jugendliche nutzen die Gelegenheit, gemeinsam den Kreuzweg zu gehen.

Der Raum der Stille lädt mit meditativer Musik und Impulsen zum Nachdenken ein, doch auch Spaß und Freude gehören an diesem Abend dazu. Lachen erfüllt immer wieder das Kreuzzentrum, die Jugendlichen gehen begeistert mit und alle gemeinsam tragen zu einer ansteckenden Atmosphäre bei.

Alina und Emma mit Mixer und Rührschüssel in Aktion.

Alina und Emma mit Mixer und Rührschüssel in Aktion. Foto: Helmut Schwietering

Ostern ohne Eier will sich hier niemand vorstellen – und so werden Eier ausgeblasen und aus dem Eiweiß und Eigelb bereiten zwei Mitglieder der Messdienerleiterrunde Rührei zu. An einem anderen Tisch schneidet Emma mit viel Geschick sorgfältig Buchstaben aus einer silbernen Wachsplatte aus. „Frohe Ostern“ soll einmal auf ihrer Kerze zu lesen sein, und sie freut sich schon auf ihr fertiges Kunstwerk. „Ich mag eigentlich alle Angebote hier. Meine Schwester ist auch dabei, das ist schön“, so die Elfjährige. Die Zeit vergeht schnell und gegen 23.30 Uhr treffen sich alle Teilnehmer im Saal des Kreuzzentrums. Nur das flackernde Licht einiger Kerzen erhellt den Raum. Die Jugendlichen teilen gemeinsam das gebackene Brot und denken so an das letzte Abendmahl Jesu. Um Mitternacht ziehen sie, jeder trägt eine Kerze in den Händen, in die dunkle Kirche ein. „Oh Lord, hear my prayer“, singen die Teilnehmer in die Stille hinein – „Gott, höre mein Gebet“. Die Jugendlichen beten für sich und ihre Gemeinschaft, aber auch für die Menschen, die in diesen Tagen nicht gemeinsam Ostern feiern können, weil sie Hunger leiden müssen oder auf der Flucht sind.

Ostern kann kommen und für viele steht fest, dass sie auch im nächsten Jahr wieder dabei sein werden.

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