Sa., 02.01.2016

Neujahrskonzert der Jungen Bläser-Philharmonie NRW Einfühlsame Interpretationen

Die Junge Bläser-Philharmonie gestaltete ein Konzert in der Landesmusikakademie.

Die Junge Bläser-Philharmonie gestaltete ein Konzert in der Landesmusikakademie. Foto: emk

Heek-Nienborg - 

Einmal mehr erwies sich das Konzert der Jungen Bläser-Philharmonie NRW (JBP) in der Landesmusikakademie als Publikumsmagnet. Bereits seit Jahren präsentiert das Nachwuchsorchester am Tag vor Silvester die Ergebnisse der mehrtägigen Arbeitsphasen.

Von Elvira Meisel-Kemper

Qualität ist bei diesem symphonischen Blasorchester programmiert, denn nur mit entsprechenden Qualifizierungen bei Wettbewerben u.ä. werden die Musiker und Musikerinnen im Alter von 14 bis 24 Jahren in das Orchester aufgenommen.

Melodien aus dem „Zigeunerbaron“ von Johann Strauß Sohn bildeten den Konzertauftakt. Ungewöhnlich war die Umsetzung durch Bläser und das Schlagwerkensemble, das auch in den folgenden Stücken markante Akzente setzte.

Aus dem 20. Jahrhundert stammt die geistliche Komposition „Laude“ als Choral, Variationen und Metamorphosen nach Psalm 150, komponiert von Howard Harold Hanson. Fließende Übergänge, eine einfühlsame Interpretation und das Herausarbeiten einer Handvoll bekannter Kirchenlieder, die als Fragmente in das voluminöse Klanggebildeeingearbeitet waren, zeichneten den Beitrag aus.

Ganz anders hörte sich der „Torch Dance“ an, den der Amerikaner James Charles Barnes 1984 nach dem Vorbild der indianischen Tänze der Navajos komponiert hatte. Sylvia Systermanns las dazu aus dem Krimi „Geistertänzer“ des Amerikaners Tony Hillerman einige kurze Texte. Auch diesem Buch liegen die Traditionen der Navajos zugrunde. Mit einem Paukenschlag begann die Musik, die die Zuhörer sofort in einen elektrisierenden Sog von Geschwindigkeit und Klangsentenzen buchstäblich hineinsaugte. Fast hatte man den Eindruck, dass Dirigent Harry Vorselen sein Orchester bremsen musste in ihrer Begeisterung für diese wirbelnde, elektrisierende Musikerfahrung.

Nicht minder anspruchsvoll interpretierte das Orchester danach Auszüge aus „The Seville Suite“ von Bill Whelan und die Star-Wars Melodien aus der Feder von John Williams. Krönender Abschluss war „Wonderful Town“ von Leonard Bernstein. Spätestens jetzt hielt es das Publikum nicht mehr auf den Plätzen. Ihre Ovationen wurden belohnt mit einigen Märschen als Zugaben.

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