Mi., 19.04.2017

„Gang in den Mai“ entfällt Neues Konzept für Start in den Mai

Das Schmücken des Maibaums übernimmt wieder der Heimatverein Nienborg.

Das Schmücken des Maibaums übernimmt wieder der Heimatverein Nienborg. Foto: privat

Nienborg - 

„Gang in den Mai“ des SC RW Nienborg und „Aufstellen des Maibaums“ des Heimatvereins Nienborg heißt es seit vielen Jahren am 30. April in Nienborg. Die diesjährige Veranstaltung erfährt jedoch eine grundlegende Veränderung.

Fand das Fest bislang am Abend vor dem 1. Mai statt, so ist die Bevölkerung in diesem Jahr bereits ab 11 Uhr auf dem Festplatz in der Niestadt eingeladen. Der „Gang in den Mai“ des Sportvereins findet in diesem Jahr nicht mehr statt.

Mitglieder des Heimatvereins werden den Mai-/Geschichtsbaum am Tag zuvor mit den Motivtafeln, einem Kranz und Fahnen schmücken. Auf diese Neuerung haben sich die beiden Vereinsvorstände nun geeinigt.

Traditionell wird der Nienborger Musikverein die Gäste mit zünftiger Blasmusik unterhalten. Neben einem Getränke- und einem Imbissstand gibt es erstmals im Anglerheim eine Cafeteria. Für die Kinder wird eine Hüpfburg aufgebaut. Sie können sich auch auf dem großen Spielplatz vergnügen und auf dem Fußballfeld austoben.

„Die Resonanz war in den vergangenen Jahren stets rückläufig“, begründen die Vorsitzenden Theo Franzbach (Heimatverein) und Martin Mensing (RW Nienborg) die Änderungen im Festablauf. „Ende April ist es abends leider noch nicht so warm, dass man stundenlang am Getränkestand verweilen kann“, sehen sie in der kühlen Witterung einen möglichen Grund für den Rücklauf. Hinzu kam, dass die jungen Menschen am Abend vor dem Maifeiertag einen Besuch in den warmen Festzelten bei Karpaten vorziehen.

Seit Anfang der 90er-Jahre war der „Gang in den Mai“ Tradition beim Sportverein. Zum 800-jährigen Ortsjubiläum Nienborgs 1998 schmückte der Fahnenclub erstmals am Abend vor dem Maifeiertag an der historischen Wassermühle einen Mai- und Geschichtsbaum. Vor 15 Jahren übernahm der Heimatverein das Schmücken und Aufstellen des Baumes. Seitdem hat der Maibaum seinen Standort in der Niestadt.

Seit 2004 führen der Heimatverein und der Sportverein das Maifest gemeinsam durch. Der 2014 verstorbene Kunsterzieher Wilfried Dräger (Ahaus) gestaltete 18 farbige Motive. Auf einer Infotafel werden die einzelnen Tafeln erläutert.

Die Tafeln zeigen neben denkmalgeschützten Gebäuden, historischen Objekten – wie etwa den Siegeln und Geräten der Tuchmachergilde, dem Siegel der Burgmannsvereinigung – auch Darstellungen von Bauer und Bäuerin, um auf die landwirtschaftlich geprägte Ortsstruktur hinzuweisen.

Andere Abbildungen gründen auf christliche Motive wie eine von Wilfried Dräger geschaffene freie Komposition aus einer Darstellung der Insignien des Fürstbischofs und Ortsgründers, Hermann II., oder eine Darstellung der mittelalterlichen Reliquienbüsten der Kirchenpatrone St. Peter und St. Paul.

Die Niestadt mit dem Festplatz, dem Angelheim und dem Kinderspielplatz hat sich im Laufe der Jahre zu einem Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens im Dinkelort und zu einem Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt.

„Wir hoffen, dass wir am 30. April ab 11 Uhr zahlreiche Besucher bei sonnig-warmem Wetter begrüßen dürfen“, so Theo Franzbach und Martin Mensing unisono.

Für die Cafeteria suchen die Veranstalter noch Kuchenspenden. Backwillige werden gebeten, sich bei Anne Schulze-Wilmert zu melden, ✆ 02568 1375.

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