Für 250 000 Euro
Kabinengebäude des SV Heek soll noch 2018 saniert werden

Heek -

Alte Leitungen, alte Abflüsse, Schimmel, Toiletten ohne Fenster – die Mängelliste für das Kabinengebäude des SV Heek ist lang. Doch das könnte sich schon bald ändern, vermutlich noch in diesem Jahr.

Freitag, 23.02.2018, 17:02 Uhr

Die Duschen sind noch aus den 70er-Jahren, ebenso wie die Fliesen an den Wänden und auf den Böden. Wegen der nicht funktionierenden Lüftung haben sich Stockflecken an der Decke gebildet.
Die Duschen sind noch aus den 70er-Jahren, ebenso wie die Fliesen an den Wänden und auf den Böden. Wegen der nicht funktionierenden Lüftung haben sich Stockflecken an der Decke gebildet. Foto: Mareike Meiring

Der Verein will das Gebäude kernsanieren. Die Gemeinde will dafür 175 000 Euro beisteuern, der SV Heek selbst 75 000 Euro der Kosten tragen. Das beschloss der Ausschuss für Sport, Kultur und Tourismus am Donnerstag einstimmig während seiner Sitzung.

Das Gebäude ist 1973 gebaut worden, seitdem ist kaum etwas an den Kabinen und Sanitäranlagen des gemacht worden. Neben Problemen, wie die nicht funktionierende Lüftung und die maroden Toiletten, fehlen unter anderem Abstellmöglichkeiten für den Platzwart. „Das Gebäude genügt in keiner Weise mehr den heutigen Standards“, betont der Vereinsvorsitzende Eugen Uphues in seinem Antrag, der im November bei der Gemeinde eingegangen ist. Uphues unterstreicht darin: „Die Sanierung ist zwingend.“ Und aus Sicht des Vereins auch dringend.

Weil der SV Heek 2020 sein 100-jähriges Bestehen feiert, möchte er noch diesem Jahr mit den Arbeiten beginnen. 2019 wolle er sich dann auf die übrige Platzanlage konzentrieren.

Sowohl der Verein als auch die Verwaltung schätzen die Kosten für die Kernsanierung auf rund 250 000 Euro. Daraus ergibt sich gemäß der 70/30-Regel ein Eigenanteil des Vereins in Höhe von 75 000 Euro.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig darin, dass die Sanierung gemacht werden muss. Hermann-Josef Schepers (SPD) regte aber an, die Maßnahme in diesem Jahr auszuschreiben und damit dann 2019 zu beginnen. Denn Schepers bezeichnete die Eigenleistung in Höhe von 75 000 Euro als „gewagt“ und merkte kritisch an: „Was passiert, wenn die 175 000 Euro Zuschuss nicht reichen?“ Dann würden die Kosten für die Gemeinde vermutlich noch steigen.

Weder die CDU-Fraktion noch Bürgermeister Franz-Josef Weilinghoff konnten sich allerdings mit der Idee anfreunden, die Maßnahme auszuschreiben. „Das wird dann in der Regel teurer als günstiger“, sagte Weilinghoff. Ihm mache vielmehr die Zeitschiene „Bauchschmerzen“. Denn wenn die Maßnahme nach vorne gezogen werde, müsse voraussichtlich etwas anderes geschoben werden. Dennoch trat die CDU-Fraktion dafür ein, noch in diesem Jahr mit den Arbeiten zu beginnen, dann unter Begleitung des Bauamts. „Im nächsten Jahr steht ja auch schon die Sporthalle an“, bemerkte Hermann Mers ( CDU ).

Schließlich einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, die Sanierung noch 2018 zu starten. Die Maßnahmen will der Verein selbst durchführen, begleitet von der Verwaltung. Dafür soll dann voraussichtlich eine andere Maßnahme geschoben werden. Zudem soll der Zuschuss der Gemeinde auf 175 000 Euro gedeckelt werden. Wie genau der Verein seine Eigenleistung erbringt, will die Verwaltung vertraglich mit ihm regeln.

Final muss nun der Rat am 14. März über diese Beschlussempfehlung entscheiden.

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