Über Fehler, Frauen und Facebook

Mo., 23.01.2012

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Firmbewerber im Gespräch mit Weihbischof Dr. Christoph Hegge

Über Fehler, Frauen und Facebook : Firmbewerber im Gespräch mit Weihbischof Dr. Christoph Hegge

Zwei Stunden lang durften die Firmbewerber aus Schöppingen Christoph Hegge Fragen stellen. Foto: privat

Schöppingen - 

„Lügen Sie auch schon mal, Herr Bischof?“ Dieser und vielen anderen Fragen stellte sich Weihbischof Dr. Christoph Hegge nun in einem Gespräch mit den Schöppinger Jugendlichen, die am kommenden Donnerstag gefirmt werden. Sie wollten wissen, ob er auch per Facebook zu erreichen sei, wie viel Geld er verdient, ob er schon mal eine Freundin hatte und vieles andere mehr.


Zur ersten Frage – wie auch bei den übrigen Fragen – antwortete Hegge mit entwaffnender Offenheit, dass auch ein Bischof ein ganz normaler Mensch mit Stärken und Schwächen sei, dem auch Fehler unterlaufen. Da er diese nicht bei sich selber beichten könne, suche er zu diesem Zweck einen Kollegen auf. Via Facebook ist der Weihbischof nicht zu erreichen: Für eine permanente Präsenz und Aktualisierung fehle ihm einfach die Zeit.

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Weihbischof Hegge nahm sich insgesamt über zwei Stunden Zeit, um die Jugendlichen in zwei Gruppen kennenzulernen und sich ihren Fragen zu stellen. Die jeweils andere Gruppe, die gerade nicht mit Hegge im Gespräch war, ging derweil mit Pastor em. Wolfgang Böcker in die Überwasserkirche beziehungsweise in die Lambertikirche.

Dort erfuhren die Firmbewerber Interessantes über den „Löwen von Münster“, wie Clemens August Kardinal von Galen im Volksmund genannt wurde. Ein unbequemer Mann, der, um die Interessen von Minderheiten und Schwachen zu vertreten, gegen den Strom schwamm, wie Böcker anschaulich erzählte. er war ein Mann, der sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhte, der immer nach vorne schaute und die Missstände in der Gegenwart aufdeckte. Ein Vorbild, dessen Namen die Verbundschule in Schöppingen trägt, wie einige der Firmbewerber in Erinnerung brachten.

Nach dem „Pflichtprogramm“ , das die meisten im Nachhinein gar nicht mehr als solches empfanden, war noch Zeit für einen Stadtbummel, bevor der Bus wieder Richtung Schöppingen fuhr.


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