Vortrag auf der Winterversammlung der Landwirte
Mi., 25.01.2012
Dr. Heiner Kleinschneider rät in Sachen Risikomanagement zu Weitsicht
Gastreferent Dr. Heiner Kleinschneider von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft.
Schöppingen -
Eigentlich hat Dr. Heiner Kleinschneider von der WFG in erster Linie mit gewerblichen Unternehmen zu tun. Dennoch konnte er in seinem Vortrag einige Parallelen zum Agrarsektor ziehen – und den Landwirten gute Ratschläge mit auf den Weg geben.
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Eigentlich hat Dr. Heiner Kleinschneider in erster Linie mit gewerblichen Unternehmen zu tun. Als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG) unterstützt er Firmengründer oder berät Betriebe zu Infrastruktur und Standortmarketing. „Landwirte sind eher nicht unser Klientel.“ Daher sei die Winterversammlung der Landwirte ein recht ungewöhnlicher Termin für ihn.
Dennoch konnte Kleinschneider in seinem Vortrag einige Parallelen zwischen Gewerbe und Agrarsektor ziehen – und den Landwirten gute Ratschläge mit auf den Weg geben. Etwa im Bereich der Neugründungen: Es gebe einige Beispiele von Unternehmenschefs mit landwirtschaftlichem Hintergrund. Diese hätten Firmen aufgebaut, die Biogasanlagen, automatische Kuhbürsten oder Entmistungsroboter herstellen. „Wer Hilfe bei der Erstellung eines Geschäftsplans braucht, kann sie bei uns bekommen“, erklärte Kleinschneider. Auch zu staatlichen Fördermitteln könne er beraten.
Wichtige Hinweise gebe es bei der WFG auch zur gewerblichen Nutzung von landwirtschaftlichen Gebäuden. Gerade was Genehmigungen angehe, müsse sorgfältig geprüft werden, was überhaupt möglich ist. „Tätigen Sie keine Investition ohne Rechtssicherheit“, empfahl der Referent.
Zu Weitsicht riet Kleinschneider auch in Sachen Vorsorge und Risikomanagement. Und: Auch bei der Aufgabe oder Übernahme eines Betriebs müsse der Blick für die wirtschaftliche Notwendigkeit klar bleiben. „Trotz der Emotionen, die dabei eine Rolle spielen.“
Ganz praktische Tipps hatte Kleinschneider für die Landwirte noch zum Thema Datenkommunikation. Den Bauern, die auf ihren Höfen keine schnelle Internetverbindung bekommen könnten, empfahl er eine Funklösung. „Schließen Sie sich mit mehreren zusammen.“ Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft könne dabei helfen, Interessen zu bündeln.
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