Wallfahrt soll nicht leiden
Mo., 30.01.2012
Weihbischoff Dr. Christoph Hegge sprach mit Eggerodern über die geplante Gemeindefusion
Beruhigte die Eggeroder: Weihbischof Dr. Christoph Hegge.
Schöppingen-Eggerode -
Weih- und Regionalbischof Dr. Christoph Hegge sprach am Rande seines Besuches in Schöppingen mit Mitgliedern des Kirchenvorstandes und Gemeinderates von St. Mariä Geburt im Pfarrheim in Eggerode über das Thema Fusion.
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Seinen Besuch anlässlich der Firmung in Schöppingen verband Weih- und Regionalbischof Dr. Christoph Hegge mit einem Gespräch, das er mit Mitgliedern des Kirchenvorstandes und Gemeinderates von St. Mariä Geburt im Pfarrheim in Eggerode führte.
Die Gremien hatten den Bischof in einem Brief um dieses Gespräch gebeten, weil sie sich um den Fortbestand der Wallfahrt in Eggerode sorgten, nachdem in der Dekanatsversammlung vor einem Jahr der sogenannte Strukturplan für die Diözese Münster den Vertretern der Gemeinden bekannt gegeben worden war. Dieser sieht vor, dass eine fusionierte Gemeinde der bereits bestehenden Seelsorgeeinheit Gemen, Schöppingen und Eggerode von einem Priester der Diözese und einem Pastoralreferenten geleitet werden soll. Der Wallfahrtsort als solcher findet darin keine Berücksichtigung.
In seinen Ausführungen versuchte Bischof Hegge die Eggeroder Vertreter zu beruhigen, indem er versicherte, dass das Pfarrhaus wegen der Wichtigkeit der Wallfahrt immer besetzt sein werde. „Ich möchte nicht, dass die Wallfahrt darunter leidet“, bekräftigte er. Im Gegenteil, ihm liege daran, dass sich die Wallfahrt noch weiter profiliere. Dabei sollten auf keinen Fall lokale Aktivitäten zerstört werden.
Er erläuterte den Personalplan, der vorausschauend bis zum Jahr 2020 davon ausgeht, dass etwa 350 bis 400 Priester in der Diözese tätig sein werden. Man sei ursprünglich davon ausgegangen, auf diese Weise etwa 100 Großpfarreien mit Priestern versorgen zu können. Diese Zahl sei zurzeit auf 190 Pfarreien revidiert worden. Damit sollen Mindeststandards gehalten werden. Zusätzlich soll mit Priestern der Weltkirche die Versorgung der Pfarreien aufrechterhalten werden.
„Es wird aber zusätzlich etliche Priester geben, welche die Altersgrenze von 65 Jahren erreicht haben und im Stellenplan nicht mehr geführt werden“, erklärte der Bischof. Diese seien durchaus noch Willens, weiterhin ihren Dienst zu tun. Die Personalstelle gehe davon aus, dass sich immer gerne einer der Seniorenpriester finde, der in Eggerode auch als Ruheständler seinen Dienst tun werde.
Die Frage, welche Vorteile eine Fusion für den Wallfahrtsort Eggerode bringen werde, sah der Bischof im Bereich der Pastorale. Finanziell, so argumentierten die Eggeroder Vertreter, gebe es keinen Vorteil. Insofern sei die Überlegung, den Wallfahrtsort im Stellenplan zu berücksichtigen, durchaus zu überdenken.
Auf ihrer Klausurtagung im Oktober 2011 hatten die Vertreter der Seelsorgeeinheit, Kirchenvorstände, Gemeinderäte und der Großen Runde einstimmig beschlossen, dass die Fusion bis zum ersten Adventsonntag 2013 abgeschlossen sein sollte. Die zu bildende Steuerungsgruppe ist auf dem gemeinsamen Neujahrsempfang im Januar dieses Jahres im Alten Rathaus bekannt gegeben worden. Mit dem ersten Advent 2012 soll die konkrete Arbeit zur Fusion beginnen.
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