Winterversammlung der Landwirte
Mi., 25.01.2012
Referenten informieren über Entwicklungen in der Landwirtschaft
Der neu gewählte Vorstand (von links nach rechts): Gregor Hackenfort, Clemens Pohlkemper (zweiter Vorsitzender), Markus Schulze Höping, Heiner Schulze Ameling, Stefan Kappelhoff, Josef Berghaus (Ortslandwirt), Michael Göcke (Milchausschuss), Christina Bunnefeld (Schriftführerin), Josef Naber, Frank Närmann, Heribert Hummert, Franz-Josef Liesert und Rudolf Halsbenning (erster Vorsitzender). Auf dem Foto fehlt Franz Josef Hölscher.
Schöppingen -
Stresstests gibt es bei Banken, Bahnhöfen und Kernkraftwerken. Und jetzt auch in der Landwirtschaft: Einen entsprechenden Bogen füllten die Schöppinger Bauern am vergangenen Dienstag aus.
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Stresstests gibt es bei Banken, Bahnhöfen und Kernkraftwerken. Und jetzt auch in der Landwirtschaft: Einen entsprechenden Bogen füllten die Schöppinger Bauern bei ihrer Winterversammlung am vergangenen Dienstag aus.
„Risiken im Griff behalten“ lautete die Überschrift des Formulars, das Gerda Langenhoff von der Landwirtschaftskammer mitgebracht hatte. Durch das Beantworten mehrerer Fragen sollten die Anwesenden überprüfen, wie gut sie für den Ernstfall vorgesorgt haben. Kann der Betrieb weitergeführt werden, wenn ich ausfalle? Wie belastend ist der Wegfall eines Marktpartners? Was geschieht, wenn die Familie nicht an einem Strang zieht? „Machen Sie sich frühzeitig Gedanken darüber“, riet Langenhoff.
Um Herausforderungen in der Landwirtschaft ging es auch im Vortrag von Heinrich Emming. Sorgen bereitete dem Vertreter des Kreisverbandes die gesellschaftliche Akzeptanz in Zeiten der Diskussionen um Ehec, Dioxin und Antibiotika. Dabei schone die moderne Landwirtschaft Umwelt, Tier und Mensch. Das sei bei den Bürgern nur noch nicht angekommen, so Emming. Es gelte nun, Distanz abzubauen. „Wir sollten die Gesellschaft wieder auf die Höfe holen.“ Sich der öffentlichen Diskussion nicht zu verschließen, dafür plädierte ebenso der Vorsitzende des Ortsverbandes, Rudolf Halsbenning. „Wir müssen unsere saubere Produktion darstellen.“
Jörg Sümpelmann vom Landwirtschaftlichen Kreisverband Borken hatte nicht nur einen Vortrag über die Agrarpolitik der EU mitgebracht – sondern auch leuchtend grüne Hinweisschilder mit der Aufschrift „Landwirtschaftsschutzgebiet“. Die Bauern müssten zunehmend auf Flächen verzichten – zum Beispiel durch Stilllegung. „Jeden Tag verlieren wir im Kreis Borken rund 1,4 Hektar“, sagte er. „Und irgendwann wird es eng.“ Sümpelmann berichtete außerdem über den Stand der freiwilligen Branchenvereinbarung mit den Kommunen.
Die Neuerungen bei der Beantragung von Betriebsprämien stellte schließlich noch Hans-Ludwig Rohde von der Landwirtschafskammer vor.
Im Rahmen der Versammlung wurde auch der Vorstand des Schöpinger Ortsverbands neu gewählt (siehe Foto). Vier langjährige Mitglieder hatten sich auf eigenen Wunsch nicht mehr der Wahl gestellt.
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