Büttabend des NSKKV

Mo., 06.02.2012

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„Supertalente“ am laufenden Band

Büttabend des NSKKV : „Supertalente“ am laufenden Band

Die Rote Garde des NSKKV war nur eine von mehreren Gruppen, die auf der Bühne für Stimmung sorgten. Foto: Angelika Hoof

Schöppingen - 

Süße Hasen und Pandabären, kleine Teufel, farbenfrohe Hippies, Scheiche und Chinesen wo das Auge hinschaute: Verkleidete Narren eroberten am Freitagabend den neu gestalteten Saal des Hotels „Alte Post“. Die Schöppinger Karnevalisten des NSKKV feierten dort unter lautem „Heia Krabau“ ihren traditionellen Büttabend.


Mit dem Einzug der Jugendfeuerwehr-Kapelle, der Blauen und der Roten Garde, des Elferrates, des Festkomitees Eggerode und des Prinzenpaares 2012 wurden die ersten närrischen Tage der heißen Sessionsphase 2012 durch die beiden Moderatoren Uwe Isermann und Udo Artmann eingeläutet. „Seit 1995 ist unser Mann aus Haverbeck im Elferrat dabei. Mehrere Male agierte er bereits als Vizeprinz. Viele tausend PS stehen in seinem Stall“, erklärte Uwe Isermann bei der Vorstellung des neuen Prinzenpaares. „Hier sind Prinz Bernd I. und seine Lieblichkeit Prinzessin Karin I. sowie Vizeprinz und Mundschenk Reinhard Laurenz. Sie haben sich auf zwei kurze, aber rasante Karnevalswochen bis zu unserem Umzug am 19. Februar 2012 eingestellt“, ergänzte Udo Artmann, was mit einem dreifach kräftigen „Heia Krabau“ bestätigt wurde.

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Wie in jedem Jahr gehörte als erstes den „Süßen kleinen Funken“ die Bühne. Bei zweistelligen Minustemperaturen vor der Tür heizten sie der Menge mit ihrem Tanz „Vamos a la Playa“ von Loona im Saal kräftig ein. Tosender Applaus, Karnevalsorden und Ü-Eier waren den jüngsten Stars der NSKKV-Garde gewiss.

Bei all dem geselligen Treiben durften auch die Oberen aus Schöppingen nicht fehlen, die in diesem Jahr durch Bürgermeister Josef Niehoff, Pastor Diedershagen und Pastor Böcker, Pfarrerin Gunda Hansen sowie Hubertus Drude, Rektor der Verbundschule, vertreten waren.

In der Bütt hatte „Hallo Schätzelein, weist‘e Bescheid“-Double Christoph Karst die Lacher auf seiner Seite. Der in Stadtlohn lebende Künstler begeisterte durch seine wirklichkeitsgetreue Imitation von Horst Schlemmer (und später Paul Panzer) und bezog das Publikum, darunter Bürgermeister Josef Niehoff, in seine Späße mit ein. Mit seinen musikalischen Wünschen stellte er die Big Band unter der Leitung von Hubert Hamann immer wieder auf die Probe, was die Musiker jedoch mit Bravour meisterten.

Für optische Höhepunkte sorgten an diesem Abend die „Roten Funken“ mit ihrem Pur(en)-Gardetanz-Hit-Mix ebenso wie die Blauen Funken, die in schwarz-weißen Kostümen einen fetzigen „Fame“-Showtanz auf die Bühne brachten. Partystimmung pur versprühte zudem die Big Band, die mit ihren Liedern den Saal rockte und die Schöppinger Narren erstmals auf Stühlen und Tischen tanzen ließ.

In der Bütt durfte auch in diesem Jahr das Haverbecker Urgestein „Onkel Walti“ (alias Walter Brüggemann) nicht fehlen, der mit Witz und Humor bekannte: „Nur Haverbecker bringen eben richtige Prinzen hervor. Allmählich haben wir jedoch ein Problem, denn wir bekommen unsere Junggesellen nicht unter die Haube.“ Frisch und frei plauderte „Onkel Walti“ aus dem Schöppinger Nähkästchen.

Zwei besondere Glanzlichter hatten sich die Mitglieder des NSKKV bis ganz zum Schluss aufgehoben. Nachdem die „Show Girls“ unter der Leitung von Bianca Jugel in ihren bunten Glitzerkostümen mit einem Cascada-Hit-Mix („Everytime we touch“) die Zuschauer begeistert hatten, setzte das Männerballett bei der Suche nach dem „Supertalent“ noch einen drauf. Mit Gummimännchen Erich Frenzel, dem singenden Dachdecker Heiner Pahsen, dem glatzköpfigen Superhüpfer Roland Gerwers, dem musikalischen Künstlerensemble Martin Steiner und Ludger Höping sowie der Sportgruppe des NSKKV stellten sich immerhin fünf heimische Gruppen den knallharten Anforderungen der Jury. Die bestand aus „Sylvia van der Vaart“, „Diedda aus Bohlen“ und „Motsi Mabuse“. Diese mussten am Ende neidlos anerkennen: „In Schöppingen schlummern unerkannte Talente. Manche sind aber auch talentfrei.“

Erst nach Mitternacht klang der gelungene Bütt­abend in der Vechtegemeinde mit Sylvia Martens aus, einem aufstrebenden Sternchen am Schlagerhimmel . . .

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