Neue Gaststätte
Fr., 03.02.2012
„Up‘n Mühlenwall“ wird es gemütlich
Weiße Fassade, rotgedecktes Dach: So kennen die Schöppinger das Gebäude am Mühlenwall. Doch im Inneren tut sich gerade einiges.
Schöppingen -
Von außen sieht eigentlich alles aus wie immer. Doch im Inneren von Haus Brummelte tut sich gerade einiges. Im April soll hier ein neues Restaurant mit Barbetrieb eröffnen.
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Von außen sieht eigentlich alles aus wie immer. Die Fassade weiß verputzt, die Stirnwand mit dunklen Schieferplatten verkleidet, das Dach rotgedeckt: So kennen die Schöppinger das ehemalige Haus Brummelte am Mühlenwall.
Doch im Inneren tut sich gerade einiges. Seit etwa sieben Monaten sind Handwerker mit dem Umbau des historischen Gebäudes beschäftigt. Bauherr Thomas Saar, der die Immobilie im vergangenen Sommer von der Gemeinde erworben hatte, will die ursprüngliche Funktion aufgreifen und dort wieder eine Gaststätte betreiben. Ein Restaurant mit Barbetrieb, das noch vor Ostern eröffnen soll.
Kein leichtes Unterfangen: Denn schon bald nach Beginn der Arbeiten stellte sich heraus, dass die Substanz des Gebäudes schlechter war als gedacht. „Egal, welche Wand wir aufgemacht haben: Wir haben immer irgendeine Überraschung gefunden“, sagt Saar. Und die sei in den seltensten Fällen positiv gewesen.
So kam es, dass das Haus nicht nur komplett entrümpelt werden musste. Eine Kernsanierung war nötig. „Bis auf die Außenwände ist fast nichts mehr stehen geblieben“, berichtet der Diplom-Betriebswirt. Lediglich das Herdfeuer und die alten Fensterscheiben konnten bleiben. Andere charakteristische Bestandteile – etwa die Holzbalken und das alte Wagenrad im Obergeschoss – mussten zunächst raus aus dem Haus und überarbeitet werden.
„Viele Sachen haben wir ganz entsorgt, weil sie leider überhaupt nicht mehr zu gebrauchen waren“, sagt Saar. Die waghalsige Treppe etwa, die einigen Vechtestädtern noch aus früheren Tagen in Erinnerung geblieben sein dürfte, hätte die baulichen Vorschriften niemals erfüllen können. Auch die Toiletten im Keller wollte Saar nicht erhalten: Die sanitären Anlagen werden stattdessen in einem neuen Anbau untergebracht.
Inzwischen sind die Arbeiten recht weit vorangeschritten. „Die Elektrik ist installiert, die Klempner sind so gut wie durch“, erklärt Saar. In diesem Monat sollen die Böden verlegt werden, im März kommt die Einrichtung. Zudem soll ein Biergarten bei zwei der jetzigen drei Garagen entstehen. „Das hat aber noch etwas Zeit.“
Das Personal für seinen Laden hat Saar, der früher selbst einige Jahre im Hotelfach tätig war, schon gefunden. „Es sind viele Menschen auf mich zugekommen, die Arbeit haben wollten“, berichtet er. Angesprochen hätten ihn auch schon einige Klubs, die ein Lokal für ihre Treffen suchen.
Gräbt er nun den anderen Gaststätten im Ort das Wasser ab? „Nein, ich glaube, dass in Schöppingen durchaus noch Bedarf besteht. Es gibt genug Platz für alle – und mein Konzept unterscheidet sich auch etwas von den anderen.“
Eine urgemütliche Kneipe mit „gehobener Küche zu ordentlichen Preisen“ soll sein „Up‘n Mühlenwall“ werden. Im Erdgeschoss werden Küche, Theke und Restaurant zu finden sein. Außerdem wird dort ein Flügel stehen, „denn es sind auch einige Veranstaltungen mit Musik geplant“. Oben richtet Saar neben einer Bar einen größeren Raum ein, in dem es ein Dartspiel und eine Leinwand mit Beamer geben soll, etwa zum gemeinsamen Fußballgucken. Kleinere Gruppen können sich in ein Séparée und in die Upkammer zurückziehen. Insgesamt entstehen in der Gaststätte 110 Sitzplätze.
Nach einigen Probeläufen möchte Saar schließlich im April eröffnen. Dann können sich die Schöppinger selbst davon überzeugen: Im ehemaligen Haus Brummelte ist nur noch von außen alles so, wie es einmal war.