Di., 11.09.2012

Kunstprojekte beim Apfelfest Ideen als Währung

Kunstprojekte beim Apfelfest : Ideen als Währung

Beteiligen sich mit Kunstprojekten am Apfelfest: Christiane Limper, Loukia Richards Foto: Anne Alichmann

Schöppingen - 

Mit einem ausgefallenen Konzept hat die Vechtegemeinde erneut den Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“ gewonnen – nicht zuletzt dank der kreativen Ideen aus dem Künstlerdorf. Beim Apfelfest am kommenden Wochenende erleben einige der extra für die City-Offensive entwickelten Projekte ihre Premiere.

Von Anne Alichmann, Anne Alichmann

Mit einem ausgefallenen Konzept hat die Vechtegemeinde erneut den Landeswettbewerb „Ab in die Mitte“ gewonnen – nicht zuletzt dank der kreativen Ideen aus dem Künstlerdorf. Beim Apfelfest am kommenden Wochenende erleben einige der extra für die City-Offensive entwickelten Projekte ihre Premiere.

Oberthema ist in diesem Jahr der „Freiraum“ – verstanden als Chance der Gestaltung und Belebung. Mit einem leichten Augenzwinkern hat das Künstlerdorf das Motto um den Begriff „Gründerzeit“ erweitert. „Wir wollen neue Geschäftsmodelle anbieten“, sagt Dr. Josef Spiegel .

So richtet zum Beispiel die Künstlerin Loukia Richards in der Fotoscheune ein Tattoo-Studio ein. Sie hat eigens für die Schöppinger ein Motiv entworfen: Darauf ist unter anderem das Wappenschaf zu sehen. Das können sich die Besucher auf ihren Pulli oder das T-Shirt drucken lassen. Ob das „Tattoo“ dauerhaft bleiben soll oder nicht, entscheidet jeder selbst: Die spezielle Textilfarbe kann durch Bügeln fixiert werden, lässt sich aber auch ganz einfach auswaschen. Umsonst ist die Tätowierung übrigens nicht: Wer sie haben möchte, „bezahlt“ Richards im Gegenzug mit Gedanken und Ideen rund um das Thema Recycling. „Nach dem Motto: Ideen können Währung sein“, erklärt Richards.

Zu einer Art Schnitzeljagd laden Katia Vásquez Pacheco und Mark Straeck ein. Die beiden haben einen Bilderrahmen auf ein Fahrrad gespannt, durch den sie Schöppingen fotografieren wollen – ein Bild im Bild sozusagen. Die Fotos verteilen sie in der Gemeinde. Wer eines findet, wird gebeten, es ins Künstlerdorf zu bringen – denn aus den gesammelten Motiven soll eine Ausstellung entstehen.

Christiane Limper richtet im leerstehenden Ladenlokal gegenüber der Sparkasse eine sogenannte Freiraumloge ein. Besucher sollen ihre persönlichen Freiräume und Begrenzungen auf ein Post-It schreiben – und so deutlich machen, dass sie dazu stehen. „Jemand könnte zum Beispiel darauf notieren, dass er nun einmal gerne sonntags bis um fünf im Bett bleibt“, sagt Christiane Limper. Die Zettel klebt die Künstlerin an Wände und Scheiben des Lokals, bei besonders Mutigen kommt noch ein Polaroid-Foto des „Bekenners“ dazu. Wie bei den anderen beiden Projekten gilt auch hier: „Das Ganze wächst durch das Mitmachen der Besucher.“

 

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