Mo., 12.08.2013

Wikingerschach-Turnier „Kubb kann jeder“

Normalerweise steht nur ein König auf dem Rasen. Aber bei einem Turnier, wo mehrere Partien gleichzeitig ausgetragen werden, kann es auch mal zu einem solchen royalen Treffen kommen.

Normalerweise steht nur ein König auf dem Rasen. Aber bei einem Turnier, wo mehrere Partien gleichzeitig ausgetragen werden, kann es auch mal zu einem solchen royalen Treffen kommen. Foto: Yannick Dietrich

Schöppingen - 

Auf dem Rasen des Schöppinger Sportplatzes stehen unzählige kleine und große Holzblöcke. Fünf kleine Klötze, auch Bauern genannt, wurden fein säuberlich in zwei parallelen Reihen platziert und in der Mitte dieser Reihen steht ein großer Klotz mit einer roten Krone, der König. Was sich zunächst nach einem „XXL- Schachspiel“ anhört, ist tatsächlich der schwedische Sommersport Kubb. Aufgrund seiner Verwandtschaft zum Schach wird Kubb aber auch gerne als „Wikingerschach“ bezeichnet.

Von Yannick Dietrich

Seit der Gründung des Kubb-Teams „ Woodsnipers “ im Jahr 2005 gehört Schöppingen zu den münsterländischen Hochburgen dieses Sportes. Regelmäßig treffen sich hier Teams zu Wettkämpfen wie der „ Westmünsterland Kubb Challenge“, kurz WKC, am vergangenen Sonntag.

Insgesamt kamen 20 Mannschaften aus ganz NRW und sogar aus den Niederlanden zusammen, um die Bauern ihrer Gegner möglichst präzise zu Fall zu bringen und so den Sieg bei der WKC zu erlangen.

„Hier im Münsterland ist Kubb schon sehr gut vertreten. Wir haben wirklich gute Teams dabei und auch sonst sind wir mit der Resonanz bestens zufrieden“, meint Daniel Mol , Gründer der „Woodsnipers“ und Organisator der WKC. Auch zwei Mannschaften aus Schöppingen waren am Start.

Warum der schwedische Sport sich immer größerer Beliebtheit erfreut, ist für Daniel Mol klar: „Kubb kann jeder. Egal wie alt. Man braucht keine besonderen Fähigkeiten.“ Anscheinend ist „Wikingerschach“ wirklich nicht so schwer: Während eines Spiels erzählt eine Teilnehmerin aus Dortmund, dass sie Kubb erst seit ein paar Tagen kennt. „Ich habe mir die Regeln gestern erst im Internet angeschaut“, sagt sie und lacht. So geht es vielen, die am Sonntag versuchen, die Bauern ihrer Gegner möglichst schnell umzuwerfen.

Doch auch blutigen Anfängern gelingt ab und zu mal der ganz große Wurf. „Eine Partie kann sich ganz schnell drehen“, weiß Daniel Mol aus eigener Erfahrung. Schließlich sicherte er sich mit den „Woodsnipers“ erst vor Kurzem den dritten Platz bei einem großen Kubb-Turnier in den Niederlanden mit 96 teilnehmenden Mannschaften. An der „Westmünsterland Kubb Challenge“ nahmen die „Woodsnipers“ nicht teil. „Schließlich sind wir die Ausrichter“, so Mol. Zusammen mit dem ASC organisierte die Schöppinger Kubb-Mannschaft die WKC schon zum dritten Mal.

In diesem Jahr konnten sich im Finale die Favoriten „Kubb Kubb Hurra“ aus Ibbenbüren gegen den Titelverteidiger „KKT Ascheberg“ durchsetzen. Die Schöppinger Mannschaften waren nicht am Kampf um den Titel beteiligt. Mit dem Gesamtresultat sind die Veranstalter voll und ganz zufrieden: „Wir haben schöne Partien gesehen“, meint Daniel Mol. Und der Spaß am Kubb sei für die Teams sowieso das Wichtigste.

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