Mo., 10.08.2015

Kubb-Challenge im Vechtestadion Spiel um die Ehre und den Wanderpokal

Noch steht der Königs-Kubb.

Noch steht der Königs-Kubb. Foto: Sabine Sitte

Schöppingen - 

Das Klackern der Hölzer, der Jubel der Spieler und der Beifall der Zuschauer: Die fünfte Westmünsterland Kubb- Challenge fand am Sonntag bei in gelöster Atmosphäre im Vechte-Stadion statt. Einziger Wermutstropfen für Veranstalter Daniel Mol: „Es sind kaum Schöppinger am Start.“

Nach beinahe 70 Minuten Spannung endet das Spiel zwischen der „Laienspielgruppe“ und den „Kubbless“ plötzlich recht unverhofft: Mit nur zwei Hölzern fegt Julian gleich sieben Holzklötze im Spielfeld zu Boden, den achten und letzten trifft Karoline beim ersten Wurf. Dann visiert sie den Königskubb an, schwenkt das Wurfholz und in hohem Bogen schlägt es den König nieder. Gewonnen! Die zweite Partie des Spiels geht an die „Kubbless“ aus Ascheberg . Die beiden Mannschaften trennen sich mit einem Unentschieden. Jeweils in weiteren vier Spielen müssen sie sich gegen die anderen Mannschaften ihrer Gruppe behaupten. Die Platzierung entscheidet über den Einzug in das Viertelfinale und den nächsten Gegner. Daniel Mol zählt die beiden Teams zu seinen Favoriten auf den Turniersieg in diesem Jahr, denn in beiden spielen Kubber mit langjähriger Wettkampferfahrung mit.

Anders „Die Gezwungenen“ aus Coesfeld . Die fünf Damen und Azubi Luca sind Arbeitskollegen und haben gar keine Ambitionen auf den Gesamtsieg, obwohl sie als Mannschaft bereits zum dritten Mal an der Kubb-Challenge teilnehmen. „Wir wissen, dass wir keine Chance gegen die Profis haben“, sagen sie. Denn: „Wir üben nie und spielen ausschließlich am Wettkampftag.“ Ihnen ginge es allein um den Spaß und das Spiel, so die Damen. Aber augenzwinkernd äußern sie doch noch einen Wunsch: „Vielleicht schaffen wir den Pokal als Lucky Loser ?“ Die Trophäe für den besten der ‚glücklichen Verlierer’ erhoffen sich auch die Männer der „Brenken Vikings“ aus Horstmar. Gerade haben sie das Stechen um Platz Vier gegen „Die Camper“ aus Schöppingen verloren und so den Einzug in das Viertelfinale knapp verpasst. Die müssen sich als Nächstes gegen den Sieger der Gruppe A behaupten und orakeln schon: „Das Spiel könnte schnell vorbei sein.“

Zehn Mannschaften aus Holland und Deutschland haben sich in diesem Jahr angemeldet. Auf sechs Plätzen wetteifern sie um jeden Punkt. Einzig das Spielfeld für das Finale ist mit rotem Flatterband abgesperrt und bleibt bis dahin unberührt. „Somit haben die beiden Siegerteams die gleichen Chancen auf dem Platz“, sagt Mol.

Ob Profi oder Hobbyspieler – der eine oder andere schaut neugierig oder etwas wehmütig auf den geschnitzten Wanderpokal aus gewachstem Eichenholz. Vier Metallplaketten sind bereits auf dem imposanten Königskubb angebracht; wer wird der Sieger sein? Doch vor allem Ehrgeiz stehen das Spiel und Fairness: Ein Händedruck vor dem ersten Wurf und der Wunsch „Gutes Spiel!“

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