Fr., 12.02.2016

Jubiläums-Bluesfestival Exklusiv und vielseitig

Kamen beim Publikum super an: Die „Mountain Men“ aus Frankreich spielten 2014 schon einmal auf der Bühne am Vechtebad.

Kamen beim Publikum super an: Die „Mountain Men“ aus Frankreich spielten 2014 schon einmal auf der Bühne am Vechtebad. Foto: aal

Schöppingen - 

Die Nachricht sorgte für Aufsehen: Als der Kulturring vor wenigen Tagen bekannt gab, wer beim 25. Bluesfestival am Pfingstwochenende in Schöppingen auf der Bühne stehen wird, überschlugen sich die Reaktionen. Nicht nur viele Fans orderten gleich ihre Tickets – auch Musiker und ihre Manager zeigten sich begeistert und beglückwünschten Hauptorganisator Richard Hölscher zu dem Programm.

Von Anne Alichmann

Dabei ist das Line-up noch nicht mal vollständig. Zwölf Künstler und Bands stehen aktuell auf der Liste (siehe Infokasten) – 14 sollen es am Ende werden. Und die liefern musikalischen Stoff ab, der dieses Mal für drei Tage reichen soll: Im Jubiläumsjahr legt das Festival ausnahmsweise schon freitags los.

Ein absoluter Favorit, der als Headliner quasi gesetzt ist, drängt sich dabei nicht auf – die Künstler seien allesamt „echte Kracher“, macht Richard Hölscher deutlich. Daher falle es auch nicht leicht, die Auftrittsreihenfolge festzulegen. „Es gibt keine Vorgruppen.“

Einige Koryphäen der Szene haben sich angekündigt, aber auch einige Novizen, die unter Kennern schon gefeiert werden. Da ist zum Beispiel Hat Fitz, ein australischer Blues-Veteran, der mit seiner Frau Cara, einer Soulsängerin, auf der Bühne eine irrsinnige Show abzieht. Oder aber Christone Kingfish Ingram aus Mississippi, der gerade mal 16 Jahre alt ist, aber schon als nächster B.B. King bezeichnet wird. Für ihn ist es – wie für einige andere auch – die allererste und einzige Show in Deutschland.

Aber auch alte Bekannte haben ihre Zusage gegeben: Die „Mountain Men“ aus Frankreich etwa eröffneten vor zwei Jahren den Festivalsonntag. Sie kamen beim Publikum damals richtig gut an – und offenbar hat’s ihnen auch gefallen. Ähnlich verhält es sich mit Roland Tchakounté, der 2011 bereits zu Gast war, und mit Jason Ricci, der 2010 sein Debüt beim Schöppinger Bluesfestival feierte.

Auch Henrik Freischlader ist mit dem Bluesfestival in Schöppingen schon lange verbandelt. Zum vierten Mal tritt er nun selbst auf, als Zuhörer mischte er sich aber schon häufiger unter das Publikum. „Es war klar, dass er im Jubiläumsjahr unbedingt dabei sein muss“, sagt Richard Hölscher.

Was das stilistische Konzept betrifft, werden in diesem Jahr wieder einmal nicht nur Blues-Puristen beglückt. „Wir sind wieder unheimlich vielseitig unterwegs“, sagt Richard Hölscher, der anderthalb Jahre an dem Programm gefeilt hat. Da wird es mal ganz still, mal etwas poppig, dann wieder laut und rockig. Ein bisschen Funk ist dabei, aber auch ganz klassischer Blues.

Mit diesen Ausflügen in die musikalischen Grenzregionen wollen die Organisatoren auch junge Leute ansprechen, die im Blues vielleicht nicht so verhaftet sind. Das funktioniere, berichtet Richard Hölscher: „Wir haben viel Nachwuchs.“ Überhaupt habe das Interesse an der Veranstaltung, die in diesem Jahr 25 Jahre alt wird, keineswegs nachgelassen – im Gegenteil: „Der Ticketverkauf ist in diesem Jahr so gut gestartet wie noch nie.“ Und das, obwohl die letzten zwei Acts noch gar nicht bekannt sind. Und die, so Richard Hölscher, seien „eine echte Sensation“. Mehr will er noch nicht verraten . . .

► Wer sich eine Karte sichern möchte, kann das über die Webseite des Kulturrings machen. Das Drei-Tages-Ticket für den 13. bis 15. Mai kostet 69 Euro, das Kontingent ist begrenzt.

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