Mo., 17.10.2016

Konzert im Alten Rathaus Schöppingen Sanft und ausdrucksstark

Auf eine Reise durch die Welt der Violinen-Sonaten schickte Nina Karmon das Publikum am Samstag im Alten Rathaus.

Auf eine Reise durch die Welt der Violinen-Sonaten schickte Nina Karmon das Publikum am Samstag im Alten Rathaus. Foto: Yannick Dietrich

Schöppingen - 

Sanft und leise startet Nina Karmon in ihren Konzertabend im Alten Rathaus. Mit Franz Schuberts „Sonatine für Violine und Klavier a-moll“ hat die junge Violinistin ein ruhiges Werk für den Beginn gewählt. Aber ruhig bedeutet nicht langweilig. Denn Karmon versteht es, ihr Publikum mit einem runden Klang und tollen Interpretationen zu begeistern. Am Samstagabend unternahm sie gemeinsam mit der Pianistin Terhi Dostal eine kleine Reise durch die Literatur für Violine und Klavier von der Romantik bis hin zu Werken des frühen 20. Jahrhunderts.

„Wir freuen uns sehr, wieder einmal Künstler von internationalem Rang begrüßen zu dürfen“, schwärmte Maria Niehoff, Vorsitzende des Freundeskreises Schöppinger Konzerte. Und tatsächlich zeigten die beiden Frauen im Laufe des Abends große musikalische Klasse. Sie überzeugten nicht nur durch ein nahezu perfektes Zusammenspiel, sondern auch durch einen butterweichen Klang und ausdrucksstarke Dynamik.

Als zweite Station auf ihrer „Reise“ wählte Nina Karmon die „Sonate für Klavier und Violine A-Dur“ von Johannes Brahms. Mit seinem ruhigen und fließendem Charakter passt das Werk, das im Kontext von Gedichten des Lyriker Klaus Groth steht, ideal in das Programm der ersten Konzerthälfte. Zumal auch Pianistin Terhi Dostal ausgewiesene Brahms-Expertin ist.

Weitaus frischer und ein Stück weit auch interessanter kam das dritte und letzte Werk des Abends daher. Gabriel Faurés „Violinsonate Nr 1. A-Dur“ aus dem Jahr 1877 zeichnet sich im Vergleich zu den vorherigen Stücken durch eine modernere Rhythmik, Harmonik, Melodieführung und Klangsprache aus. Und auch das transportierte Violinistin Nina Karmon mit einer ausdrucksstarken Interpretation an das kleine Publikum

Einen würdigen Abschluss des Konzertabends versprach zu guter Letzt die Zugabe. Mit einer Romanze von Jean Sibelius bedankte sich das Duo bei seinen Zuhörern. Diese passte deshalb so gut ins Programm, weil beide Musikerinnen ihre Wurzeln in Finnland haben, dessen Nationalkomponist Sibelius ist. Der perfekte Abschluss also für eine Reise durch die Welt der Violinen-Sonaten.

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