Do., 07.12.2017

Ausstellung im St.-Antonius-Haus Wenn der Wichtel mit dem Po wackelt

Wichtel stehen in einem Bereich der Ausstellung von Mechthild Klöpper (r.) im Mittelpunkt. An den Bildern hat auch Sophie Mesenbrock ihre Freude.

Wichtel stehen in einem Bereich der Ausstellung von Mechthild Klöpper (r.) im Mittelpunkt. An den Bildern hat auch Sophie Mesenbrock ihre Freude. Foto: Rupert Joemann

Schöppingen - 

Die Wichtel gehen um im St.-Antonius-Haus. Oder besser gesagt: Sie hängen an der Wand. Und zwar in Form einer Bilderausstellung der Schöppinger Malerin Mechthild Klöpper. Am Sonntag fand die Vernissage der Wohnraum-Galerie im Beisein zahlreicher Bewohner und Gäste statt.

„Ich habe die Bilder mit einem Augenzwinkern gemalt“, sagt die 62-jährige Mechthild Klöpper. Wie die Wichtel ihren Schabernack treiben, so machte es auch Mechthild Klöpper. Sie konnte es sich nicht verkneifen, einen Wichtel mit dem nackten Po wackeln zu lassen. „Ich bin nicht der ernste Typ“, erzählt Klöpper. Es habe ihr sehr viel Spaß gemacht, mal etwas anderes zu malen als ihre sonst bevorzugten Blumenmotive.

Die meisten der insgesamt 48 Aquarelle sind kleinformatig. Dabei nutzte Mechthild Klöpper Keilrahmen, bei denen die Leinwand auf den Holzrahmen aufgespannt wird. Mit den kleinen Formaten kehrte die Schöppingerin zu ihren künstlerischen Wurzeln zurück. Klöpper nahm auch schon an einer ganz besonderen Aktion teil – der europaweiten „Artsurprise“ (Überraschungskunst). Dabei werden fünf mal acht Zentimeter große Bilder in umgebaute Zigaretten-Automaten gepackt. Jedes Herausziehen einer Schachtel bringt eine Überraschung hervor.

Während im Verwaltungstrakt Wichtel dominieren, sind es in einem Wohnheim Frösche, Schweine und Blumen. Auch hier drückt Klöpper ihren Humor in den Bildern aus. So steht ein Schwein im Meer: In einer Hand hält es einen Schwimmreifen, auf dem Wasser treibt ein großer Plastikball. So weit, so normal. Nur die vier identischen Bikini-Oberteile fallen aus dem Rahmen. Der Betrachter schaut verwundert.

„Ich denke, die heiteren Bilder passen hier ganz gut hin“, sagt Mechthild Klöpper. Die ersten Reaktionen der Bewohner seien schon sehr positiv gewesen, so die Schöppingerin, die seit 2006 malt. Derzeit läuft auch noch im Nienborger Haus Hugenroth eine Ausstellung der 62-Jährigen.

Die Bilder der Wohnraum-Galerie sind noch bis etwa Ende Februar zu sehen und können dort auch gekauft werden. Auf die sonst halbjährliche Ausstellungsdauer verzichten die Beteiligten dieses Mal bewusst. Länger sei die Ausstellung aufgrund der weihnachtlichen Thematik der Bilder nicht unbedingt angemessen, so Sophie Mesenbrock, die die Wohnraum-Galerie im St.-Antonius-Haus betreut.

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