Heimatverein hat Ackerfläche gefunden
Die Knollen können in die Erde

Schöppingen -

„Es ist der hintere Teil des Ackers. Auf dem vorderen lässt sich momentan aufgrund der Feuchtigkeit nur Reis anbauen“, scherzt Landwirt Bernd Schulze König mit Blick auf die Fläche neben ihm. Der Haverbecker hat sich bereit erklärt, dem Schöppinger Heimatverein aus der Patsche zu helfen.

Dienstag, 13.03.2018, 06:03 Uhr

In den nächsten Tagen kann‘s losgehen: Landwirt Bernd Schulze König (r.) hat dem Heimatverein Ackerfläche zur Verfügung gestellt, um dessen Vorbereitung sich Erwin Schmeddes jetzt kümmert.
In den nächsten Tagen kann‘s losgehen: Landwirt Bernd Schulze König (r.) hat dem Heimatverein Ackerfläche zur Verfügung gestellt, um dessen Vorbereitung sich Erwin Schmeddes jetzt kümmert. Foto: Susanne Menzel

Die Heimatfreunde hatten per Aufruf in den Westfälischen Nachrichten händeringend nach einer Fläche gesucht, auf der sie traditionell Kartoffeln anbauen können. Eine Aktion, die sich schon seit vielen Jahren besonders bei den Kindergartenkindern großer Beliebtheit erfreut. Nicht nur das Einbringen der Knollen in die Erde, auch das Einsammeln findet stets unter reger Beteiligung statt.

Da der Acker im Gewerbegebiet Nord zwischen den Unternehmen Epping und Börsting in Bauland umgewidmet ist und nicht mehr zur Verfügung steht, hatte der Heimatverein jüngst seine Suche nach einem neuen Grundstück öffentlich gemacht. 500 bis 600 Quadratmeter, möglichst mit sandigem Boden, sollten es sein.

„Daraufhin haben sich fünf Schöppinger gemeldet“, sagt Heimatvereins-Mitglied Petra Knierbein: „Über diese Resonanz haben wir uns sehr gefreut.“

Bernd Schulze König hatte nicht nur am schnellsten reagiert, „hier stimmen auch alle anderen Bedingungen“, meint Petra Knierbein: „Die Fläche lässt sich gut auf unsere gewünschte Größe teilen – und vor allem die Bodenbeschaffenheit stimmt.“

Für Schulze König war „es eine Ehrensache, dem Heimatverein unter die Arme zu greifen“, zumal er selbst dort Mitglied ist. „Von unserem Kegelclub haben wir auch die Patenschaft über den Maibaum übernommen. Der Termin dort ist jedes Jahr fest gesetzt.“ Nun kann er sich zwei weitere in seinen Kalender eintragen: den des Pflanzens und den des Erntens. Denn dann werden Kinderscharen seinen Hof in Haverbeck bevölkern.

„Zunächst allerdings müssen wir jetzt schnellstens die Fläche pflügen, um überhaupt erst einmal die Voraussetzungen zu schaffen, damit die Knollen in den Boden können,“ gibt Heimatvereins-Mitglied Erwin Schmeddes den Arbeitsplan vor. Denn die Zeit drängt: Spätestens Mitte April müssen die Knollen in den Boden, sonst wird‘s nichts mehr mit den Erdäpfeln. Erwin Schmeddes hat sich bereits auf die Suche nach einem Pflug gemacht: „Unser ehemaliger Vorsitzender Hubert Roosmann ist da bestens ausgerüstet und wird uns diesbezüglich unter die Arme greifen“, freut sich Erwin Schmeddes, dass jetzt doch alles Hand in Hand gehen kann.

Und Eltern und Kinder sollten sich ein Datum vormerken: Am 21. April (Samstag) stehen 250 Kilogramm Kartoffeln auf Anhängern zum Einsetzen bereit. Ab 11 Uhr können die Kids – am bestens mit Gummistiefeln und Matschkleidung ausgerüstet – ihr Werk auf dem Acker starten.

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