Partnerschaftstreffen mit dem Landkreis Breslau
Schöppingen erfüllt Gäste-Wünsche

Schöppingen -

Eine Maschine, die darauf programmiert ist, eigenständig wiederum Maschinenteile herzustellen – das Interesse der polnischen Gäste an diesem aktuellen Produkt der Firma AXA für einen österreichischen Kunden war groß. Wieder und wieder zückten die Besucher bei der Führung durch den Betrieb ihre Handys, fotografierten, staunten und begutachteten die technischen Details.

Mittwoch, 13.06.2018, 18:00 Uhr

AXA-Chef Matthias Kappelhoff (r.) führte die polnische Delegation mit Landrat Roman Potocki (4.v.re) und WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider (5.v.r) auf deutscher Seite durch das Familienunternehmen.
AXA-Chef Matthias Kappelhoff (r.) führte die polnische Delegation mit Landrat Roman Potocki (4.v.re) und WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider (5.v.r) auf deutscher Seite durch das Familienunternehmen. Foto: Susanne Menzel

Einmal im Jahr treffen sich Vertreter des Kreises Borken mit ihren Kolleginnen und Kollegen aus dem Landkreis Breslau. „Die Visiten finden wechselseitig statt, jeweils mit einer Mischung aus wirtschaftlichem und kulturellem Beiprogramm“, erklärt Dr. Gerd Eckstein, der die Delegation von deutscher Seite aus betreute. Auf regionale Wirtschaft und Vermarktung sollte der Fokus dieses Mal gelegt werden, hatten sich die polinischen Delegationsmitglieder gewünscht.

In Kooperation mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) hatten sich die Organisatoren dann „für einen Schöppingen-Tag entschieden“, so Dr. Eckstein. „Hier findet man eigentlich alle Wünsche erfüllt“, habe ihm dazu WFG-Geschäftsführer Dr. Heiner Kleinschneider versichert. Deshalb hatte die 16-köpfige Gruppe die Vechtegemeinde zum Ziel.

Auftakt war eine Betriebsbesichtigung bei AXA. Firmenchef Matthias Kappelhoff erläuterte zunächst die Entstehungsgeschichte und die wirtschaftliche Entwicklung des mehr als 50 Jahre alten Familienunternehmens: den Beginn in den 60er Jahren mit Heizungskomponenten, den wachsenden Erfolg, aber auch den Bruderstreit, der mit einer Trennung und einer Zweiteilung der Firma in den Heizung- sowie den Maschinen-Zweig endete.

Überrascht waren die Gäste darüber, dass die etwa 100 bis 150 Großprodukte, die AXA im Jahr fertigstellt, von einer sehr hohen Fertigungstiefe vor Ort zeugen. „Vieles an den Maschinen wird hier noch per Hand gefertigt“, erklärte Matthias Kappelhoff. Anhand des Erzeugnisses für die österreichische Kundschaft demonstrierte der Unternehmer, wie gemeinsam mit dem Auftraggeber die Maschine eingestellt wird. Neben dem Verkauf in Deutschland, so Kappelhoff, zählt zu 90 Prozent auch Europa, darunter ebenso Polen, mit zum Absatzmarkt der Vechtestädter.

Die Kosten für ein AXA-Fabrikat ebenso wie die Fertigstellungsdauer waren Fragen, die die polnischen Besucher interessierten: „Momentan braucht es im Schnitt sechs Monate von der Auftragserteilung bis zur Auslieferung“, benannte Matthias Kappelhoff den Zeitrahmen. „Die Kosten bemessen sich an der Ausstattung und können deshalb zwischen 100 000 und über eine Million Euro variieren.“

Nicht nur ein Betriebsrundgang samt Verköstigung, auch Marketingaspekte standen nach einem Mittagessen im Restaurant Tietmeyer am Nachmittag bei der Kornbrennerei Sasse auf dem Programm. Der Abend stand als Ausklang auf dem Ferienhof Schulze-Althoff dann zwar unter dem Aspekt Tourismus – ebenso aber auch im Zeichen der Gemütlichkeit.

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