Wiljo Krechting veröffentlicht Aschemädchen – und kündigt eine Serie an
Rachel darf ihren zweiten Fall lösen

Schöppingen -

Wiljo Krechting alias W. J. Krefting lässt die Ermittlerin Rachel Buchanan ein zweites Mal in Australien einen Mordfall lösen. Dieses Mal im Thriller Aschemädchen. Und nicht nur das. Die Fans des Hobby-Schriftstellers dürfen sich auf eine ganze Serie freuen.

Montag, 13.08.2018, 06:00 Uhr

Seinen neuen Thriller Aschemädchen hält Wiljo Krechting in den Händen. Der Roman ist sowohl als Taschenbuch als auch als E-Book im Handel erhältlich.
Seinen neuen Thriller Aschemädchen hält Wiljo Krechting in den Händen. Der Roman ist sowohl als Taschenbuch als auch als E-Book im Handel erhältlich. Foto: Sebastian Meggle

Hatte der 37-Jährige zuletzt seine Bücher selbst herausgegeben, hat ihn nun Amazon Publishing unter Vertrag genommen. „Sie wollen mich als Autor langfristig aufbauen“, erzählt Krechting. Ausgerechnet an seinem Geburtstag im vergangenen Jahr erhielt er die Anfrage des Verlags. Ein nettes Geburtstagsgeschenk.

„Dort gibt es erfahrene Lektoren, die wissen, was läuft und was nicht“, sagt Wiljo Krechting, im Berufsleben Pressesprecher der Shopware AG. Offensichtlich traut Amazon der Kombination aus der Figur Rachel Buchanan, dem exotischen Australien und der Verknüpfung von historisch belegten Ereignissen mit einem fiktiven Handlungsstrang einiges zu.

Dass Wiljo Krechting für gute Verkaufszahlen sorgen kann, hat sein vergangener Roman Aschekinder gezeigt. 120 000 E-Books verkaufte der Schöppinger. Sein neuestes Buch ist dieses Mal auch sofort als Taschenbuch erhältlich.

Erstmals muss sich der ausgebildete Redakteur nicht um Titelbild, Satz und Marketing kümmern. „Ich habe das Manuskript geliefert“, erzählt Krechting schmunzelnd. Den Rest machen Profis. In die Feinarbeit wurde der gebürtige Schöppinger aber von Amazon mit eingebunden.

Amazon Publishing scheint einiges von ihrem neuen Partner zu halten. Im Oktober darf Wiljo Krechting zum ersten Mal auf der Frankfurter Buchmesse sein Buch vorstellen. Auch auf der Leipziger Buchmesse im vergangenen März las er schon aus seinem Krimi vor.

Die Arbeiten an einem Buch dauerten rund ein Jahr, so Wiljo Krechting. Ein halbes Jahr fürs Schreiben, die restliche Zeit für die Korrekturen, den Satz und das Marketing.

Bei Krechtings neuem Roman lief die Werbung von Amazon bereits lange vor der Veröffentlichung an. „Man konnte das Buch drei Monate vorher bestellen“, erzählt Krechting. Die ersten Verkaufstage hätten gezeigt, dass auch Aschemädchen gut gestartet sei, so der Hobby-Schriftsteller.

Nach dem „super Erfolg von Aschekinder“ stand für ihn schnell fest, dass er wieder Rachel Buchanan ermitteln lässt. „Das war logisch.“

Die historische Basis bildet die Geschichte des ehemaligen Strafgefangenen Thomas Peters Mitte des 19. Jahrhunderts. „Er hat in Australien Gold gefunden und den Goldrausch ausgelöst“, erzählt Wiljo Krechting.

„Nach der Unabhängigkeit der USA war England auf der Suche nach neuen Ländern, um sein Imperium weiter auszubauen.“ Da bot sich der fünfte Kontinent an. Das Problem war nur, dass kaum jemand dort freiwillig hinwollte. „Die Schiffsreise hat drei Monate gedauert“, sagt der 37-Jährige. So richteten die Briten zunächst Strafkolonien ein. Für den Diebstahl eines Apfels oder Brotes in der Heimat wurden die Täter gerne einmal in die neue Strafkolonie verbannt. „Die Engländer wollten die Unterschicht ausdünnen.“

Die spannende Geschichte Australiens fasziniert Wiljo Krechting. Zehn Monate lang hatte er dort Journalistik studiert. Auch dass bis heute viele Australier stolz auf „ihren familiären Knacki-Ursprung“ sind, findet er interessant.

In der Jetzt-Zeit des Romans finden Jugendliche zunächst eine Blechdose mit menschlichen Überresten . . . Beide Handlungsstränge fügt der Autor dann zusammen.

Kaum ist der zweite Roman mit Rachel Buchanan erschienen, hat Wiljo Krechting schon eine Idee für das dritte Buch. „Dabei spielt ein ausgetrockneter See eine zentrale Rolle.“ Er nimmt die große Dürreperiode vor 50 Jahren in Australien als historischen Aufhänger.

Selbst für sein viertes Buch hat Wiljo Krechting schon eine vage Vorstellung – mit einer wichtigen Änderung. Es soll in Neuseeland spielen. Jetzt hofft Wiljo Krechting nur, dass sich Aschemädchen gut verkauft, damit er sich von dem Erlös einen Urlaub finanzieren kann. Am liebsten nach Neuseeland. „Vor Ort Recherchen zu machen, wäre natürlich ideal.“

Aschemädchen ist der sechste Roman, den Wiljo Krechting unter dem Pseudonym W. J. Krefting geschrieben hat. Die ersten vier Bücher spielten in Münster und Berlin. Die Titel der bisherigen Krimis: Am siebten Tage sollst du sterben (2013), Leichenernte (2014), Todeshimmel (2015), Leichenspiel (2015), Aschekinder (2016).

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Das E-Book Aschemädchen ist bei Amazon für 4,99 Euro erhältlich. Das 221-seitige Taschenbuch (ISBN: 978-1503901650) kostet 9,99 Euro.

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