Schöppingen

Mi., 25.08.2010

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Neuer Glanz für Ackerbürgerhaus

...und nach der Restaurierung. Fotos (2): (Dania Stauvermann)
Von Dania Stauvermann

Schöppingen - Im alten Ackerbürgerhaus an der Hauptstraße herrscht geschäftiges Handwerkertreiben. An allen Ecken wird gebohrt und gehämmert, um das alte Bruchstein-Gemäuer wieder auf Hochglanz zu bringen. Das alles geschieht im Auftrag des Architekten Walter Brüggemann aus Schöppingen. Er hat das seit 22 Jahren leer stehende Gebäude gekauft und es damit vor dem Verfall und einem möglichen Abriss bewahrt. „Es gab noch einige andere Interessenten für das Haus. Die meisten wollten es abreißen, um daraus Parkplätze und sowas in der Art zu machen.“, erzählt er und ist sichtlich froh, dass er den Zuschlag für das Gebäude bekommen hat. Schließlich habe er schon vor 20 Jahren beim damaligen Besitzer Interesse bekundet. Und jetzt habe es ihn einfach gereizt, das Haus zu erwerben. „Der Bau ist unbedingt erhaltenswert, und es macht großen Spaß, sich eines so alten Gemäuers anzunehmen und sich damit zu beschäftigen“, sagt Brüggemann.

Seit Anfang des Jahres laufen die Bauarbeiten, und im Herbst dieses Jahres soll alles fertig sein.

Bisher hat das alte Gemäuer Brüggemann und seinen Bauarbeitern aber auch schon einige kleinere Stolpersteine in den Weg gelegt. So stellte sich heraus, dass von hinten nach vorne 20 bis 30 Zentimeter Gefälle im Haus vorlagen. „Das musste natürlich ausgeglichen werden“, sagt Brüggemann. Außerdem hat er den Putz, der über die Grundlage aus Sandstein gelegt worden war, entfernt. „Das haben die hier früher irgendwann bei allen Häusern gemacht, dass die verputzt wurden. Obwohl die Steine darunter so gar nicht richtig atmen können.“ Jetzt hat er die darunter liegenden, alten Steine mit einem sogenannten Restauriermörtel behandelt. Dieser ist aus Baumberger Sandstein gewonnen und zu feinem Sand verarbeitet. Das führt dazu, dass die alten Steine wieder wie neu aussehen.

Vier Wohnungen entstehen in dem großen Gebäude, und sie sind alle schon vorgemerkt. Die neuen Bewohner haben vielleicht bald sogar einen eigenen Brunnen: In den achtziger Jahren hat man auf dem Gelände bei Pflasterarbeiten nämlich einen alten Tiefenbrunnen entdeckt. Damals wurde er allerdings mit einer 20 Zentimeter dicken Betonschicht verschlossen. Brüggemann: „Ich würde ihn gerne wieder nach oben holen. Vielleicht hat Schöppingen dann ja bald auch ein neues Fest - das Brunnenfest.“


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