Schöppingen

Mi., 25.08.2010

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Eigenheime bleiben hoch im Kurs

Ein Bauboom, wie es ihn beispielsweise noch 2006 zum Auslaufen der Eigenheimzulage gab, ist derzeit zwar nicht mehr gegeben. Die Anzahl der Wohnungen besonders in Einfamilienhäusern ist jedoch in Heek und Schöppingen - hier das Neubaugebiet Herrenkämpe - weiter gestiegen. Foto: (rjo)

Heek/Schöppingen -

Die Boomjahre sind zwar vorbei. Gebaut wird in Heek und Schöppingen aber immer noch gerne und viel. Zwischen 1995 und 2005 ist in Schöppingen die Zahl der Wohnungen um fast 25 Prozent nach oben geschnellt, in der Nachbargemeinde Heek immerhin noch um 16,8 Prozent. Zum Vergleich: Landesweit stieg die Zahl der Wohnungen lediglich um zehn Prozent.

Dass das Wachstum auf dem örtlichen Wohnungsmarkt - trotz der wirtschaftlichen Krise in den vergangenen zwei Jahren - weiter anhält, belegen die aktuellen Zahlen, die der Kreis Borken jetzt veröffentlicht hat. Danach ist der Wohnungsbestand zwischen Januar 2009 und Januar 2010 landesweit so gut wie gar nicht gewachsen (die Statistiker weisen lediglich ein Plus von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus).

In Heek und Schöppingen hielten sich die Häuslebauer dagegen nicht so stark zurück. In Heek ist die Zahl der Wohnungen im vergangenen Jahr um 24 auf 2604 gestiegen - das ist ein Plus von 0,9 Prozent. In Schöppingen sind im gleichen Zeitraum zehn Wohnungen hinzugekommen (Plus von 0,5 Prozent). 2212 Wohnungen weist die Statistik zum Stichtag 1. Januar 2010 an der Vechte aus. Im Vergleich zum Kreis Borken ist Heek damit überdurchschnittlich stark gewachsen, die Nachbargemeinde Schöppingen blieb knapp darunter.

Bevorzugte Wohnform sowohl in Schöppingen als auch in Heek ist das Einfamilienhaus. An der Dinkel befinden sich 64 Prozent der zum 1. Januar 2010 registrierten Wohnungen in dieser Hausform, in der Vechtegemeinde sind es immerhin auch 60,5 Prozent. Das sind die beiden Höchstwerte im Kreis, der mit einem Durchschnitt von gut 46 Prozent aufwarten kann. Zum Vergleich: Landesweit befinden sich nur 25 Prozent aller Wohnungen in einem EFH, wie das Einfamilienhaus in der Fachsprache auch genannt wird.

Nicht allein die angespanntere wirtschaftliche Situation hat den Bauboom in den vergangenen Jahren gedämpft. Der demografische Wandel führt ebenfalls dazu, dass weniger junge Leute weniger Häuser bauen. Dafür ist ein neuer Trend auch in Heek und Schöppingen auszumachen: Menschen in der zweiten Lebenshälfte setzen sich kleiner. Sie verkaufen ihr Eigenheim am Ortsrand und ziehen in barrierefrei gestaltete Wohnungen in den Ortskern - nahe an Nahversorgungseinrichtungen.

Eine bauliche Verdichtung der Ortskerne ist inzwischen in beiden Gemeinden zu beobachten.


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