Schöppingen

Di., 04.05.2010

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Stipendien zwischen Kunst und Wissenschaft


Schöppingen - Inzwischen sind sie eine Erfolgsstory und werden nun bereits im dritten Jahr vergeben: Stipendien für Projekte an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft in der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen.

Bis zum 15. Juni können sich Künstler, Wissenschaftler und Ex­perten wieder bei der nordrhein-westfälischen Stiftung um einen Stipendienaufenthalt bewerben. Durch die För­derung des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen konnten diese forschungs- und themenorientierten Projektstipendien in der Stiftung Künstlerdorf als „Artist in Residence-Stipen­dien“ eingerichtet werden, heißt es in einer Mitteilung der Staatskanzlei.

Die Stipendien richten sich sowohl an Künst­ler mit interdisziplinärem Forschungsinteresse als auch an Wissenschaftler, Graduierte oder Experten aus den Bereichen Wissenschaft oder Wirtschaft, wenn sie eine künstlerische Fragestellung in ihren Projekten verfolgen. Gefördert werden im Normalfall sechs Stipendien von bis zu drei Monaten Aufenthaltsdauer. Die Stipendiaten erhalten 1025 Euro monatlich.

Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff sagte dazu in Düsseldorf: „Schon in den ersten Jahren sind span­nende Schritte in ganz neue Gebiete gemacht worden. Dabei wurden Strömungen im Bereich der heutigen Kunst, aber auch der aktuellen Wissenschaft aufgegriffen, die gewohnte und althergebrachte Trennun­gen fließend machen. Neue Ideen können entstehen, wenn sich bisher getrennte Sparten und Bereiche gegenseitig anregen.“

Viel Anerkennung und Zustimmung bekam die Ausrichtung dieser Sti­pendien in der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen auch von den über 20 bislang ausgezeichneten Stipendiaten. Die einhellige Meinung: Es wäre wünschenswert, wenn noch mehr Künstlerhäuser solche Pro­jektstipendien an den Schnittstellen der Fachgebiete anböten, heißt es in der Mitteilung weiter.

Denkbare Arbeitsfelder der Bewerbungen können dabei die verschie­densten Bereiche sein:

» Energie/Kunst/Ökologie und dort zum Beispiel regenerative Energiekonzepte in Zusammenhang mit ästhetischen Fragestellungen in Architektur, Raumordnung und Landschaft,

» Zukunftsszenarien in einer Wechselwirkung von wissenschaftlichen und künstlerischen Blickwinkeln,

» Landschafts- und Stadtgestaltung in einer Verbindung von Kunst, Architektur und Botanik,

» Wahrnehmungsforschung und verwandte Bereiche und dort zum Beispiel das Zusammenspiel von Wahrnehmungspsychologie, Neurologie und Kunst,

» Medizin und Kunst zum Beispiel im Kontext von Therapieansätzen,

» Ästhetik und dort insbesondere Fragen der Schönheit und Formge­bung in Naturwissenschaft und Kunst,

» Kunst, Informatik, Kommunikationstheorie und Gesellschaftslehre und dort Untersuchungen oder Gestaltungen zu den hybriden Formen von „virtuellen“ und „realen“ Welten,

» Computerspielbereiche und interaktive Mehrpersonenumgebungen und

» Kunstgeschichte und Kunstvermittlung und die Gewinnung neuer Vermitt­lungsformen von Kunst durch Kunstpädagogen, -­histori­ker und Künstler zum Beispiel in Schulen.

Detaillierte Informationen im Internet:


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