Schöppingen
Mo., 23.08.2010
Zweiter Anlauf für Hähnchenmast
|
|
Schöppingen-Eggerode - Zweiter Anlauf für die geplante Hähnchenmastanlage der Holste KG in Heven: Andrea und Norbert Holste haben Ende Juli einen neuen Antrag auf Errichtung der Mastanlage mit insgesamt 84 000 Plätzen beim Kreis Borken eingereicht. In der vorgesehenen Größenordnung entspricht sie damit dem Erstantrag vom Herbst 2008. Neu ist jedoch der Standort, der sich jetzt einige Hundert Meter nordöstlich des zuerst ins Auge gefassten Areals befindet. Hintergrund waren Proteste von Anliegern, die sich seinerzeit zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen hatten. Sie fürchteten neben Geruchsbelästigungen auch keimbelastete Feinstäube, die ihrer Meinung nach durch die Abluftanlagen in die Umwelt gelangen könnten.
Auf Einladung des Kreises hatte es im vergangenen Jahr ein Sondierungsgespräch der Antragsteller sowie der Anlieger vor Ort gegeben. Im Ergebnis war seinerzeit der genannte, neue Standort bestimmt worden. Er hat den Vorteil, dass er weiter entfernt von Anliegern und auch vom Ortskern liegt. Andererseits ist eine größere Nähe zum FFH-Schutzgebiet Vechte gegeben.
Die Eheleute Holste hoffen, dass das Verfahren zügig abgeschlossen werden kann. Im Vorfeld mussten sämtliche Gutachten inklusive einer FFH-Verträglichkeitsprüfung neu erstellt werden - mit entsprechend hohem finanziellen und zeitlichen Aufwand. „Wir haben uns insbesondere auch mit der Interessengemeinschaft zusammengesetzt und alle Einzelheiten besprochen“, betont Andrea Holste. Ob eine über den geforderten Standard hinausgehende Ablufttechnik installiert werden wird, ließ sie gestern gegenüber den WN offen. Sie erklärte nur soviel: „Die eingesetzte Technik entspricht dem derzeit aktuellen Stand.“
„Der eingereichte Antrag erfüllt die Vorgaben und ist grundsätzlich genehmigungsfähig“, bestätigte Walter Hüsen vom Fachbereich Bauen, Wohnen und Immissionsschutz des Kreises auf Anfrage. Nun müsse das weitere Verfahren abgewartet werden. Die Entscheidung falle letztlich in einem Abwägungsprozess, in dem Belange der Anwohner und von Umwelt und Naturschutz einfließen werden, so Hüsken.
Nach der Antragstellung und der bereits erfolgten Bekanntmachung liegen die Unterlagen nunmehr ab dem kommenden Montag (30. August) im Rathaus, Zimmer 11, sowie bei der Kreisverwaltung in Borken für die Dauer eines Monats zur Einsichtnahme für jedermann aus.
Einwendungen - beim Erstverfahren waren es über 200 - können ebenfalls vom 30. August und bis zum 13. Oktober vorgebracht werden. Anschließend findet ein öffentlicher Erörterungstermin statt, der für den 10. November terminiert ist. Dann wird der Kreis entscheiden.
Die Eheleute Holste hoffen, dass sie ihr lange geplantes Vorhaben baldmöglichst in die Tat umsetzen können. „Mit welchem Ziel würden Sie einen Bauantrag stellen?“, erwidert Andrea Holste auf die Frage, wann Baubeginn sein soll.
|
|
Anzeige
InserierenWN-Immo Anzeigen
Wohnungen, Häuser, Grundstücke und gewerbliche Immobilien aus Ihrer Region