Liberale sind stolz auf die Familienkarte
Di., 31.01.2012
Vorsitzender Leyers: Partei war bei Einzelhandel, Kirmes und Haus Bultmann schneller als die Konkurrenz
Der FDP-Vorstand: Vorsitzender Peter Leyers, Vertreter Thomas Frigge und Daniel Fahr (Kreisverband vo.v.l.), Kassenprüfer Stefan Brockhausen, Schriftführer Karl-Heinz Roger, Schatzmeister Stephan Schiwy und Fraktionschef Jochen Wismann (o.v.l.).
Ascheberg -
Mit einem unveränderten Team stellt sich der FDP Ortsverein Ascheberg den Aufgaben in den nächsten zwei Jahren. Sechs der 15 Mitglieder waren zum Ortsparteitag in das Hotel „Goldener Stern“ gekommen. Sie bestätigten den Vorsitzenden Peter Leyers, Vertreter Thomas Frigge, Schatzmeister Stephan Schiwy und Schriftführer Karl-Heinz Roger in ihren Ämtern.
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„Wer Spaß haben will, sollte das Feld der Politik meiden“, beschrieb Peter Leyers die Lage seiner Partei. Es seien sicherlich Fehler gemacht worden, doch sei die FDP nicht „für alles Leid dieser Welt verantwortlich“. Selbstbewusster beschrieb Leyers die Lage der Liberalen vor Ort: „Die Familienkarte läuft gut. Wir haben sie auf den Weg gebracht.“ Bei den Kirmesveranstaltungen habe die FDP vor zwei Jahren Prügel im Ausschuss kassiert, weil sie über die Konzepte und Perspektiven reden wollte: „Ein Jahr später gab es einen runden Tisch und ein positives Ergebnis. Mit uns hätte man das früher haben können“, erklärte Leyers. Hellwach seien die Liberalen auch bei der L 844 gewesen. Als Straßen.NRW wieder über einen Tausch der Ortsdurchfahrt mit der Umgebung durch Gewerbegebiet nachgedacht habe, sei es ein Antrag der FDP gewesen, der sich erfolgreich dagegen gewendet habe. Schneller wäre die Gemeinde auch beim Haus Bultmann vorangekommen, wenn man den Liberalen gefolgt wäre: „Wir haben uns schon der großen Lösung, die am Ende mit dem Denkmalschutz besprochen und doch nicht umgesetzt wurde, verweigert.“
Zu langsam seien CDU, SPD und UWG auch beim Thema Einzelhandel gewesen. Sie seien dem viel zu restriktiven Gutachten gefolgt und müssten sich heute vorhalten lassen, dass es den Einzelhandel nicht gestärkt habe. Den Rivalen im Rat hielt Leyers auch vor, dass man sich durch Zuschüsse zu schnell zu Ausgaben durchringe.
Nach vorne gerichtet sprachen sich Leyers und Fraktionsvorsitzender Wismann dafür aus, die Windkraft nicht zu weit nach vorne zu rücken. „Es darf keine Zone geben, wo Anlieger massiv dagegen sind“, nannte Wismann eine Grenze. Peter Leyers zog sie so: „Wir sollten in Ascheberg soviel Energie produzieren, wie die Gemeinde sie benötigt. Wir sollten keine Windenergie erzeugen, die wir exportieren.“
Wismann lenkte den Blick auch auf die Davensberger Schullandschaft, sprach sich für den Erhalt von Grundschule-Standort und Burg-Schule aus. Geprüft werden müsse, ob in den Räumen der Grundschule Kindergarten-Gruppen Platz finden könnten.