Davensberger ist Erfinder des Namens der Pumpernickel-Praline
Do., 02.02.2012
Ein „Müülken“ von Michael Patzelt
Jury und Gewinner auf einen Blick: Thomas Ritz, Hubert Streyl, Alfred Brochtrup, Christian Eickholt, Michael Patzelt, Rainer Hattrup, Melanie Wiebusch, Dr. bert Risthaus, Judith Röwekamp, Doris Hülk und Carlo Röwekamp (v.l.).
Ascheberg -
„Müülken“ heißt ab sofort die Pumpernickel-Praline der Gemeinde Ascheberg. Der Vorschlag von Michael Patzelt aus Davensberg setzte sich gegen 347 weitere Ideen durch.
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Zum Empfang ein Küsschen! Ob die Menschen in der Gemeinde Gäste empfangen oder ob sie selbst als Gäste unterwegs sind: Ein „Müülken“ steht für Herzlichkeit, für Nähe, ist Ausdruck von Sympathie. 8000 „Müülkes“ sind seit Anfang Dezember bereits verschenkt worden, bisher allerdings namenlos. „Müülken“ heißt ab sofort die Pumpernickel-Praline der Gemeinde Ascheberg. Der Vorschlag von Michael Patzelt aus Davensberg setzte sich gegen 347 weitere Ideen durch.
Der Favorit bei den meisten Einsendungen war das Zusammenspiel von Pumpernickel und Praline in „Pumperline“ oder „Pumperlinchen“. Das berichteten Bürgermeister Dr. Bert Risthaus und Melanie Wiebusch, Geschäftsführerin von Ascheberg Marketing, am Dienstag. Westfalen-/Münsterland- oder Ascheberg-Kugel und Aschenbrödel wurden genannt. Dass sich „Müülken“ am Ende bei der Jury durchsetzte, war keine reine Geschmacksfrage. Der Name soll beim Patentamt geschützt werden. Dafür muss er einzigartig sein. „Bei unseren Recherchen haben wir ihn nirgendwo gefunden“, informierte Bürgermeister Dr. Risthaus. Schützen lassen möchte die Gemeinde den Namen, weil so niemand die Pumpernickel-Praline aus dem Markt verdrängen kann.
„Die Palette der Namen reichte von traditonell bis witzig“, berichtete Melanie Wiebusch. So sei der Vorschlag „Ascheberg App“ eingegangen. Von einem Teilnehmer kamen sogar 77 Vorschläge. Doch am Ende setzte sich die Idee von Michael Patzelt durch: „Ich habe es morgens in den WN gelesen. Zu der Zeit war gerade die Theatersaison und deswegen bin ich auf plattdeutsch und Müülken gekommen“, berichtete Michael Patzelt, der den ersten Preis gewann. Der zweite Preis ging an Rainer Hattrup aus Ascheberg. Auch er machte sich morgens nach dem WN-Bericht Gedanken und landete bei PrAschè. Der dritte Preis ging für die „Schwarze Westfälin“ an Christian Eickholt aus Davensberg. Einen Kreativpreis erhielt Alfred Brochtrup aus Herbern, der zum Herberner Golfballtrüffel eine Geschichte geschrieben hatte.
Mit dem Namen ist das Projekt noch nicht beendet. Jetzt geht es darum, für die Pumpernickel-Praline namens „Müülken“ eine Verpackung zu entwerfen. Marketing-Ideen hat der Davensberger gleich mitgeliefert.
In der Jury saßen neben Dr. Risthaus und Wiebusch von Herbern Parat Thomas Ritz und Hubert Streyl, Judith und Carlo Röwekamp sowie Doris Hülk.
MÜÜLKEN
Müülken ist die Verniedlichung von „Muul“ oder „Muule“ (Mund). Es bedeutet Kuss oder Kussmund. („Jopp gaff ör‘n Müülken“).
Plattdeutsch passt perfekt zum Pumpernickel, einer derben und deftigen Zutat der kulinarischen Köstlichkeit.
Für eine Willkommensgruß im Hotel schlägt Patzelt vor. „En Müülken ut Hiärbn“, „En Müülken ut Askebiärg“ und „En Müülken“ von‘n Damich“. Der Davensberger hat bei seinem Vorschlag auch an Marketingaktivitäten gedacht: „Wi giwwt di gän‘n Müülken“. Oder an T-Shirts mit einem Kussmund (Müülken). Das passt fast im Profil zum Bestreben um eine neues Gemeindelogo.