Herberner erhält Bundesverdienstkreuz
Mi., 08.02.2012
Reinhard Hartwig – ein unermüdlicher Helfer
Zum Gruppenfoto mit Landrat Konrad Püning, Reinhard und Barbara Hartwig, Bischof Bernado Kühnel und Bürgermeister Dr. Bert Risthaus kamen auch die Enkelinnen Martha und Tilda Rößler hinzu.
Ascheberg -
Wer den Anstoß gab, dass ihm gestern das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen wurde, wird Reinhard Hartwig nicht erfahren. Wem er es zu verdanken hat, verriet er Familie, Freunden und Bekannten gestern nach der Zeremonie im Bürgerforum des Rathauses: „Mutter Martha hat uns vorgelebt, dass man sich nicht so wichtig nehmen und den Mitmenschen helfen soll.“ Genauso entscheidend war, dass der heutige Bischof Bernardo Kühnel, ein Onkel des gebürtigen Capellers, Mitte der 50er Jahre nach Peru ging. Und schließlich: „Ohne die Hilfe und die Unterstützung meiner Frau Barbara könnte ich die vielen Aufgaben nicht wahrnehmen.“
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Es ist die christliche Nächstenliebe von Reinhard Hartwig, die Landrat Konrad Püning im ersten Teil seiner Laudatio würdigte. Zuerst organisierte er Hilfe für die Arbeit des Onkels in Peru, dann knüpfte er ein Netzwerk und 2008 wurde schließlich der Peru Arbeitskreis Herbern ins Leben gerufen. Allein in den vergangenen zwölf Jahren schickte Hartwig 153 000 Euro zur Prälatur Caraveli. Hier wurden Häuser, Kirchen und ein Kinderwerk gebaut, renoviert und unterhalten. Die Menschen erhalten Hilfe, Schutz, ärztliche Betreuung und Seelsorge. Unterstützt wird die Arbeit auch von der Eine-Welt-Gruppe Ascheber. Vier Mal war Reinhard Hartwig vor Ort. „Da, wo das wahre Leben ist, nicht in Fünf-Sterne-Hotels“, berichtete er später. Reinhard Hartwig organisiert die Hilfe für Peru etwa seit 1972 über die Sternsingeraktion, den Brezelverkauf beim Martinsspiel, Jugendgottesdienste und Kochabende. Für die Jakobi-Bruderschaft, der er 27 Jahre angehört, organisierte Hartwig den Weihnachtsbasar. Er arbeitet in der Pfarrgemeinde seit 1990 als Kommunionhelfer, sein 1999 leitet er die Wortgottesdienste im Malteserstift St. Benedikt. Der 59-Jährige ist Mitglied im MGV Cäcilia Capelle und organisiert Besuche und Auftritte im Altenheim, darüber hinaus Benefizessen und das Patronatsfest. Seit 31 Jahren ist Reinhard Hartwig stellvertretender Vorsitzender des SV Herbern. Er ist Mitgründer der Tennisabteilung und war deren erster Vorsitzender. Der Herberner ist seit 25 Jahren Kassenprüfer bei Ascheberg Marketing und den Vorgängervereinen, unterstützt die Arbeit des Bürgerbusses und gehört zu den Helfern auf dem Recyclinghof. 1970 startete Hartwig eine Lehre bei der Spar- und Darlehenskasse Herbern. 1980 stieg er in den Vorstand auf, dem er heute in der fusionierten Volksbank noch angehört. „Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren guten Tag hat“, zitierte Konrad Püning seinen Namensvetter Adenauer und stellte fest: „Dieser gute Tag ist heute da.“ Die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Dr. Risthaus: „Es ist ihr Verdienst, dass die Volksbank und der SV Herbern gut gewachsen sind. Mehr Bilder zum Thema in den Fotogalerien auf www.wn.de
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