Nach vier Heckrindern wurden drei Konikpferde aufgetrieben

Mi., 08.02.2012

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Die Erben der Davertnickel sind da

Nach vier Heckrindern wurden drei Konikpferde aufgetrieben : Die Erben der Davertnickel sind da

Zuerst schauten die Erben der Davertnickel, die Konikpferde, vom Hänger über das Gelände, dann bedeutete ein kleiner Sprung vor vielen Gästen einen großen Schritt für das Beweidungsprojekt. Foto: hbm

Davensberg - 

Wer Natur erlebt, der schützt sie! Das ist die Grundlage des Projektes Emmerbachaue in Davensberg. Nach vier Heckrindern wurden gestern vor den Augen zahlreicher Gäste drei Konikpferde auf dem 25-Hektar großen Areal freigelassen. Zwölf erwachsene Tiere und ihr Nachwuchs sollen hier eine Heimat finden. Auf dem Naturschutzareal werden sie die einzigen Akteure sein. Den Rest überlässt die NABU-Naturschutzstation Münsterland der Natur. „Wir sind alle ganz gespannt, was sich hier entwickeln wird“, berichtete Dr. Martin Woike, Abteilungsleiter Forsten und Naturschutz im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.


2004 hatte das Land die Flächen erworben. Damit war die Phase der Gedankenspiele für Nabu und den Landesbetrieb Wald und Holz eröffnet. Das Gelände wurde in bestehende Projekte eingebunden, es bereichert sie und hat neue Projekte auf den Weg gebracht. So wird ein 4,5 Kilometer langer Naturlehrpfad durch das Gelände führen. Es ist ein Aussichtsturm entstanden. „Wir müssen die Menschen mitnehmen, wenn wir sie für den Naturschutz gewinnen wollen“, erklärte Woike. Das geschieht mit Karten- und Informationsmaterial, Kooperationen mit Gastronomen und Direktvermarktern, Erlebnisangeboten für Kinder und Familien, buchbare Programme sowie ausleihbare Naturerlebnisrucksäcke. Der Nabu nahm auf seinem Weg die Forst- und Wasserwirtschaft mit. Die Touristiker in den angrenzenden Orten sind begeistert und bauen das Beweidungsprojekt in ihre Programme ein. Kritischen Worten aus der Landwirtschaft, die einen hohen Flächendruck beklagt, begegnete Landrat Konrad Püning; „Es muss auch Flächen geben, die naturbelassen sind.“ Während die vier Heckrinder gestern nur äsend am Horizont zu sehen waren, kamen die drei Konikpferde aus der Emsaue in Telgte. Sie schauten vom Hänger einmal übers Gelände und verschwanden durch das Menschenspalier auf die Fläche. Dort ist in den vergangenen Monaten nicht nur ein Zaun entstanden. Es wurden Gehölze gepflanzt und Feuchtbiotope angelegt. Parallel wurden verschiedene Ausgleichsmaßnahmen auf der Fläche durchgeführt, unter anderem für den sechsspurigen Ausbau der A 1. Wie groß die Freude vor Ort ist, zeigt die Gästeliste mit den Bürgermeistern Dr. Bert Risthaus (Ascheberg) und Paul Berlage (Drensteinfurt) sowie dem stellvertretenden Sendener Bürgermeister Alfons Hues. Die Region verbindet mit dem Alltag auf dem Areal Hoffnungen – gestern hat er begonnen. Mehr Bilder zum Thema in den Fotogalerien auf www.wn.de

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