Neuer Vorstoß im Norden

Fr., 03.02.2012

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UWG und FDP folgen Wünschen des Unternehmens

Neuer Vorstoß im Norden : UWG und FDP folgen Wünschen des Unternehmens

Eine zweite Zufahrt, wie sie provisorisch angelegt worden ist, wünscht sich ein Unternehmen im Industriegebiet Nord. Foto: hbm

Ascheberg - 

Welche Möglichkeiten räumt die Gemeinde Ascheberg einem Betrieb im Gewerbegebiet Nord gegenüber der INCA ein? Diese Frage beschäftigte den Bau-, Planungs- und Umweltausschuss am Donnerstag zum zweiten Mal. Der Besitzer möchte eine Halle zur Wohnbebauung im Osten hin bauen und wünscht sich dafür eine weitere Zufahrt direkt von der Straße „An der Hansalinie“ Dazu möchte er, dass der Grünstreifen von zehn auf fünf Meter verkleinert wird. „Dem Antragsteller drängt die Zeit. Alternativ würde er die Halle im hinteren Bereich bauen und vorne auf der Fläche Arbeiten ausführen“, berichtete Bauamtsleiter Klaus van Roje. Gegenüber der INCA könnte bei diesen Planungen eine Steinbrechanlage zum Einsatz kommen – wenn die immissionsrechtlichen Werte für ein Industriegebiet eingehalten werden.

Von Theo Heitbaum

Ein Beschluss wurde in dem Ausschuss nicht gefällt, nach der öffentlichen Diskussion – hier waren der Antragsteller und seine Planerin dabei – folgte auf Antrag der CDU eine nichtöffentliche Diskussion. Was dort besprochen wurde, wird bei der Ratssitzung am 9. Februar auf den Tisch kommen, denn dann muss entschieden werden. Öffentlich bekannte sich die UWG zu den Plänen des Antragstellers. „Wir tragen die zweite Zufahrt und die Abgabe des Fünf-Meter-Streifens mit“, erklärte Dr. Kai Habersaat (UWG). Und Jochen Wismann stellte für die FDP fest: „Die zweite Zufahrt tut mir nicht weh und wir brauchen in einem Industriegebiet keine Grünflächen.“ Dem Grundstückseigentümer sollten mit einem städtebaulichen Vertrag die Grenzen aufgezeigt werden, berichtete van Roje weiter. Während die CDU-Vertreter schweigend am Tisch saßen, brachte Ausschuss- und CDU-Fraktionsvorsitzender Ludger Wobbe mehrfach sein Unbehagen über die Planung zum Ausdruck. So glaube er nicht, dass sie zweite Zufahrt, die für Autos zum Bürogebäude beantragt worden sei, nur von Pkw genutzt werde. Schildertechnisch habe man gegen einen Missbrauch keine Handhabe. Für Dr. Kai Habersaat war das „zu kleinkariert. Wichtig ist, dass die Bäume festgeschrieben werden.“ Der Ausschuss hat sich schon einmal mit knapper Mehrheit für eine zweite Zufahrt und eine Verringerung des Streifens ausgesprochen. Die Entscheidung wurde im Rat zurückgeholt. Offen bleibt das Ergebnis der nichtöffentlichen Diskussion.

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