Unternehmer sollten ihre Wünsche und Anregungen rechtzeitig vortragen
Mi., 08.02.2012
Profilschule sucht Nähe zu Betrieben
Beim gut besuchten 8. Unternehmerfrühstück im Gasthaus „Zum letzten Tee“ informierte Frank Schlürmann über die Golfanlage, Sylke Reimann-Perez und Thorsten Reichel stellten die Profilschule vor.
Ascheberg -
Sie bauen mit Cola oder einer Zitrone Batterien. Ihre Lego-Roboter reparieren Knochenbrüche und schießen Tore. Für ihre Kinder wünscht sich die Profilschule aber ein größeres Experimentierfeld: Die Ascheberger Betriebe.
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Sie bauen mit Cola oder einer Zitrone Batterien. Ihre Lego-Roboter reparieren Knochenbrüche und schießen Tore. Für ihre Kinder wünscht sich die Profilschule aber ein größeres Experimentierfeld: Die Ascheberger Betriebe. Deswegen stellten Leiterin Sylke Reimann-Perez und Lehrer Thorsten Reichel gestern beim Unternehmerfrühstück nicht nur ihre Schule vor, sondern bemühten sich auch, Appetit auf ein frühzeitige Zusammenarbeit zu machen.
„Nicht alle Schüler werden in die Oberstufe wechseln und das Abitur machen. Wir wissen, dass wir auch gute Handwerker liefern müssen. Aus unserer Sicht sind das Jugendliche, die Fachwissen haben. Darüber hinaus legen wir aber großen Wert auch selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen“, informiert Sylke Reimann-Perez.
Thorsten Reichel stellte zuerst aktuelle Experimente aus dem MINT-Bereich vor. Die Schule würde aber auch gerne beispielsweise in einem Betrieb herausfinden, wie ein Flaschenzug funktioniert. „Wir würden gerne in kleinen Gruppen in die Betreibe kommen“, wünscht sich Reichel nicht unbedingt eine Betriebsbesichtigung im Klassenverband. Schöner sei es, wenn die Kinder in kleinen Gruppen Betriebe selbst erforschen könnten. Das Expertenwissen könnten sie dann in der Schule weitergeben.
Ziel sei es, dass die Kinder selbst etwas herstellen. Ein Sonnenkollektor, der von den Schülern einer Schule außerhalb Aschebergs verlangt worden sei, sei in der Mehrzahl von den Eltern gebaut worden: „Und die Kinder haben dafür Noten bekommen.“ Die Profilschule zielen nicht nur aufs Ergebnis, ihr sei wichtiger, dass die Kinder den Weg zum Ziel erarbeiten, machte Reichel deutlich.
Die Gastgeberin
Serviert wurde das 8. Unternehmerfrühstück in der Gaststätte „Zum letzten Tee“ von Inhaberin Anna Koch. Die Gastgeberin, die ihren Unternehmer-Kollegen Brötchen und Kaffee spendierte, richtet in der Gaststätte Geschäfts- und Familienfeiern aus. Bis zu 110 Gäste finden hier Platz. Da angrenzende Bistro hält 50 Plätze bereit, 88 Plätze gibt es in der Außengastronomie. „Unsere Räume sind für Familien- und Betriebsfeiern geeignet“, erklärte die Gastgeberin, „Wir bieten Ihnen auch die Möglichkeit, hier bei uns ihre Tagungen und Seminare zu veranstalten. Entsprechen ihre Vorstellungen und Anregungen übernehmen wir auch die Organisation von Seminaren zu aktuellen Themen.“
Für die Profilschule sei auch wichtig, dass die Unternehmer mit ihren Wünschen und Vorstellungen rechtzeitig an die Schule herantreten. Reichel lud sie ein, den Lehrplan in Fachkonferenzen mitzuschreiben: „Ihr Wissen hilft uns, die Schüler auf den Arbeitsalltag vorzubereiten“, warb der Fachlehrer dafür, Wünsche und Anforderungen an spätere Auszubildende schon vorher in den Schulalltag einzubringen.
„Das hörte sich interessant an. Es könnte Anknüpfungspunkte geben“, erklärte Georg Spreitzenbarth, Geschäftsführer der Wepu-Brotfabrik den WN nachher zu dem Vortrag. Un Robert Beckmann, Inhaber der Firma Uckelmann, kann sich vorstellen, Kinder seinen Betrieb erforschen zu lassen. Das Interesse zur Zusammenarbeit von Schule und Unternehmen scheint gestern Morgen geweckt worden zu sein.
Zu Beginn hatte Frank Schlürmann, Geschäftsführer der Domus-Golfanlage am Schloss, die Unternehmer eingeladen, den Sport auszuprobieren. Auf der 1995 eröffneten Anlage seien offene Mitgliedschaften möglich. Nach drei bis sechs Monaten könnten Anfänger alleine spielen und die Natur erleben.
