Fr., 01.02.2013

Vier junge Ascheberger arbeiten in Berlin Ein preiswürdiger Firmenstart

Ascheberg - 

Sie sind jung und dynamisch, ideenreich und zielbewusst: Vier junge Männer aus der Gemeinde Ascheberg haben mit einem jungen Franzosen das Unternehmen „Scolibri“ gegründet und gerade einen Preis gewonnen

Von Theo Heitbaum

Sie sind jung und dynamisch, ideenreich und zielbewusst: Vier junge Männer aus der Gemeinde Ascheberg haben mit einem jungen Franzosen das Unternehmen „Scolibri“ gegründet und gerade einen Preis gewonnen: Der „Europas Award 2013“ als „Best Education Startup“ steht im Berliner Büro der frischen Firma.

Tobias Hönig , Oliver Wilken , Lucas und Laurin Wandzioch sind mit ganz unterschiedlichen Gedanken im Kopf in die Bundeshauptstadt gegangen. Während Lucas Wandzioch ein Lehramtsstudium startete, standen bei Tobias Hönig populäre Musik und Medien auf dem Stundenplan. Oliver Wilken studiert Entrepreneurship und Innovationsmanagement. Der Davensberger im Team hat Berlin ganz bewusst ausgewählt. Zielt sein Studium schon darauf, ein Unternehmen zu gründen, sieht er in Berlin viel bessere Startbedingungen als beispielsweise in Münster: „In Berlin finden sich gute Entwickler und Kapitalgeber. Hier gibt es vielfältige Förderprogramme“, berichtet Wilken.

Die Idee in Richtung Scolibiri zu arbeiten, stieß Luca Wandzioch an: Lehrer und Schüler sind den ganzen Tag online, nur nicht in der Schule. Der Wunsch diese Offline-Phase mit einem „digitalen Klassenzimmer“ zu füllen, wurde laut. Die innovative Lernplattform soll Lehrern und Schülern die Möglichkeit bieten, digitale Medien sowie mobile Endgeräte bestmöglich in Lehre und Organisation einzubinden. Die Idee des digitalen Klassenzimmers insgesamt ist nicht neu, Scolibri will eine neue Ebene des digitalen Lernens beschreiten. Schüler und Lehrer sollen sich auf das Wesentliche konzentrieren – das gemeinsame Lernen.

Fast zwei Jahre haben die Entwickler gemeinsam mit der Humboldt-Universität und der Technischen Universität Berlin untersucht, welche Ansprüche Schüler und Lehrer an so ein Klassenzimmer haben. Der Franzose Jean Christophe und Laurin Wandzioch haben die Hilfsmittel und Werkzeuge, die zur besseren Kommunikation und Zusammenarbeit im Schulalltag nötig sind, entwickelt. Mit dem fertigen Produkt hat Scolibri sich mit mehr als 1000 weiteren jungen Unternehmen um den Preis als beste Unternehmensgründung im Bereich Lernen beworben. Der Preis ist für den nächsten Schritt hilfreich. Denn Scolibri macht sich auf den Weg in die Praxis. „Wir haben mit drei Schulen Kooperationsvereinbarungen unterschrieben. Sie stehen uns für die Beta-Phase zur Verfügung“, informiert Oliver Wilken. Mit ihnen wird ab März der Alltagstest durchgeführt, wird die Plattform nach Problemen durchsucht und die Funktionalität geprüft. Parallel läuft die Suche nach Geldgebern für das Projekt. Denn so schön und hilfreich der Preis ist, sein Rückenwind muss die Unternehmensgründer noch bis zu guten Geschäften tragen.

 

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