So., 01.09.2013

Tag gegen Gasbohren „Auf Fracking verzichten“

Die Fracking-Gegner hatten nach dem von Pfarrer Matthias Hembrock und Pfarrer Wilfried Voß gehaltenen Gottesdienst viel Zeit zum Gedankenaustausch.

Die Fracking-Gegner hatten nach dem von Pfarrer Matthias Hembrock und Pfarrer Wilfried Voß gehaltenen Gottesdienst viel Zeit zum Gedankenaustausch. Foto: -sibe-

Herbern - 

Ein „Zeichen gegen Gasbohren“ setzten am Samstag zahlreiche Bürger, die an einer Sternradfahrt zum Hof Angenendt in Mersch teilnahmen.

Von Simon Beckmann

„Gemeinsam ein Zeichen gegen Gasbohren setzen.“ Unter diesem Motto veranstalteten die Bürgerinitiativen gegen Gasbohren Drensteinfurt und Werne sowie die Bürgerinitiative für sauberes Trinkwasser Herbern am Samstag, dem bundesweiten „Tag gegen Gasbohren“, eine Sternradfahrt zum Hof Angenendt in Mersch .

Ein Mitinitiator war der Ortsverband von Bündnis 90/ Die Grünen. Gestartet wurde auch am Kulturbahnhof in Drensteinfurt. Nach Mersch kamen die Teilnehmer aber aus allen Himmelsrichtungen. Unter den Teilnehmern der Sternradfahrt waren auch Christian Krumkamp von der BIGG Werne sowie Stefan Henrichs, Vorsitzender der BIGG Drensteinfurt.

Angekommen auf dem Hof Angenendt, wurde kurzerhand eine Scheune leergeräumt und mit Bänken präpariert. Im Anschluss feierten die Anwesenden einen ökumenischen Gottesdienst, den Pfarrer Matthias Hembrock und Pfarrer em. Wilfried Voß hielten.

Wilfried Voß ist neben seiner Tätigkeit als ehemaliger Pfarrer sehr aktiv in der Bürgerinitiative für sauberes Trinkwasser (BITS). „Das Grundwasser ist unser wichtigstes Gut und ein gottgegebenes Lebensmittel. Wir müssen das Wasser schützen und die uneffektive Methode der Gasgewinnung verhindern“, erklärte Voß.

Pastor Matthias Hembrock sagte, dass auf Techniken verzichtet werden müsse, deren Folgen unvorhersehbar seien. Das sei ein ethisches Grundprinzip. „Die evangelische sowie die katholische Kirche wollen klimafreundliche Methoden unterstützen, aber nicht Fracking, das die Erde eher gefährdet“, betonten beide.

Passend zu diesem Anlass hatte Marie Voß unzählige Anti-Fracking-Plakate gestaltet, die in der näheren Umgebung verteilt worden waren. Zum Abschluss sangen alle das Lied „Gott, du hast uns deine Welt geschenkt“. Danach gab es selbst gemachten Kuchen und Kaffee. Peter Angenendt veranstaltete für die rund 100 Anwesenden zum Abschluss eine Hofführung über den Biobauernhof Angenendts.

Mit den Worten „Lasst uns für die zukünftigen Generationen nicht das letzte aus Mensch und Natur rausholen, sondern lasst uns Sorge für den Fortbestand des Lebens sowie der geschützten Umwelt tragen“, beendete Wilfried Voß die Veranstaltung.

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